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Fußball-WM: Diese High-Tech-Tricks sollen Schiri-Fehler vermeiden

Wenn der Schiedsrichter nach einer brenzligen Situation das VAR-Symbol in die Luft zeichnet und zum Monitor am Spielfeldrand rennt, laufen im Hintergrund unzählige Daten zusammen. Diese sollen das Referee-Team dabei unterstützen, die bestmögliche Entscheidung zu treffen. Mithilfe zahlreicher Sensoren und Kameras können die Spielsituationen millimetergenau analysiert werden. 

Welche technologischen Neuerungen es bei der diesjährigen Fußball-WM gibt, hat die FIFA in einem exklusiven Meeting bekannt gegeben. So werden in den Stadien noch mehr Kameras installiert, um etwa Abseitssituationen halbautomatisch erkennen zu können. Es werden über die verschiedenen Sensoren noch mehr Daten erhoben, sodass das gesamte Match aus allen möglichen Blickwinkeln in einem 3D-Nachbau analysiert werden kann. 

Ball liefert 500 Datenpunkte pro Sekunde

Insgesamt hat die FIFA pro Stadion 16 Kameras installiert, die in erster Linie ein mögliches Abseits im Auge haben. "Darüber hinaus greifen wir 50-mal pro Sekunde 29 Datenpunkte ab", erklärt die FIFA. Auch im offiziellen Match-Ball befinden sich Sensoren. Diese liefern weitere 500 Datenpunkte pro Sekunde. "Am Ende eines jeden Matches haben wir mehr als 150 Millionen Datenpunkte gesammelt", sagt der Fußballverband. 

Sensoren sorgen für Eindeutigkeit

Die Sensoren im Ball können in verschiedenen Situationen für Klarheit sorgen, beispielsweise bei einem möglichen Handspiel. Wenn die Kamerabilder nicht ausreichen, um eine eindeutige Entscheidung herbeizuführen, können die Sensoren im Ball verraten, ob ein Spieler den Ball berührt hat oder nicht.

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Ein Spezialfall, bei dem ebenso die Sensoren im Ball ins Spiel kommen können, ist eine strittige Abseitssituation. Wenn ein Spieler einen Pass spielt und die letzte Ballberührung eventuell auf 2 Frames stattfindet, können die Referees auf die Ballsensoren zurückgreifen, um den exakten Zeitpunkt der letzten Ballberührung zu ermitteln.

Der Match-Ball der FIFA Fußball-WM 2022 hatte ebenfalls Sensoren integriert.

Spiel aus der Sicht des Torwarts ansehen

Vor dem Turnier werden alle teilnehmenden Spieler einem 3D-Scan unterzogen. Dieses virtuelle Abbild wird nicht nur bei den Replays herangezogen. Es dient den Schiedsrichtern auch, um einen möglichen Regelverstoß zu ahnden.

Wenn beispielsweise ein Spieler in einer Abseitsposition dem Torwart die Sicht nimmt, kann ein solches 3D-Replay erstellt werden. Mithilfe dieser virtuellen Wiederholung können die Referees in die Position des Torwarts wechseln und sich die Spielsituation aus der Sicht des Goalies ansehen, um die bestmögliche Entscheidung treffen zu können.

Bessere Ref-Cam und Auslinientechnologie

Für die anstehende Fußball-WM wurde außerdem die Referee-Kamera verbessert, wie die FIFA mitteilt. Die Kamera, die sich am Kopf des Schiedsrichters befindet, produziert nun stabilisierte Bilder, sodass die Aufnahmen durch die Bewegungen des Referees nicht allzu wackelig rüberkommen. 

Neu ist die Auslinientechnologie. Wenn es zu einem Tor kommt, der Ball aber in der Spielszene zuvor die Auslinie überschritten hat, können Tracking-Daten verwendet werden, um die Entscheidung zu revidieren und das Tor abzuerkennen. Hätte es diese Technologie bei der WM 2022 schon gegeben, wäre Deutschland vielleicht nicht so früh von Japan aus dem Turnier gekickt worden. 

104 Spiele bis zum 19. Juli

Los geht die diesjährige Fußball-WM am 11. Juni. Bis zum 19. Juli werden in Mexiko, den USA und Kanada insgesamt 104 Matches stattfinden. In Österreich teilen sich der ORF und ServusTV die Übertragungsrechte und strahlen jeweils 52 Partien aus. Leider werden sie von diesen Sendern nicht in 4K/UHD, sondern nur in einer Auflösung von 720p beziehungsweise 1080i ausgestrahlt.

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Florian Christof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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