Diese Website macht aus YouTube Kabelfernsehen
Im Zeitalter des Streamings von Filmen und Serien on-Demand ist klassisches “Zappen” mittlerweile für Viele ein Relikt aus der Vergangenheit. Wer sich zurück in die Zeit des “Kanal-Surfens” begeben möchte, sollte sich die neue Web-App Channel Surfer des Londoner Entwicklers Steven Irby anschauen.
Das Tool transformiert das Video-Portal in ein lineares Fernseherlebnis, das visuell und funktional an Kabelfernsehen der 90er-Jahre angelehnt ist. Das Ziel des Projekts ist es, der sogenannten Entscheidungsmüdigkeit (Decision Fatigue) entgegenzuwirken, die viele Nutzer beim endlosen Scrollen durch Vorschlagslisten empfinden. Anstatt aktiv nach Inhalten zu suchen, ermöglicht die App das klassische „Zappen“ durch thematisch sortierte Kanäle.
Technisch basiert die Anwendung auf rund 175 vordefinierten Kanälen und 25 Musik-Playlists, die in einem Retro-EPG organisiert sind. Nutzer können zwischen verschiedenen Kategorien wählen und steigen in Videos ein, die bereits laufen.
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Durch die eigenen YouTuber zappen
Ein besonderes Feature ist die Möglichkeit, eigene YouTube-Abonnements zu integrieren. Über ein Bookmarklet lässt sich die persönliche Abo-Liste in ein JSON-Format exportieren und in die App laden, wodurch die bevorzugten YouTuber als eigene „Sender“ im Guide erscheinen.
Laut Irby stieß die Seite bereits zum Start auf großes Interesse und verzeichnete am ersten Tag über 10.000 Zugriffe. Aktuell ist „Channel Surfer“ kostenlos über den Browser zugänglich und primär für die Nutzung am Desktop optimiert, funktioniert jedoch auch auf mobilen Endgeräten. Für die Zukunft plant der Entwickler, das Angebot basierend auf Nutzerfeedback zu erweitern.