Produkte

Was passiert, wenn man bei Google den Speicherplatz überschreitet?

Google gibt all seinen Nutzerinnen und Nutzern 15 GB kostenlosen Speicherplatz - für Fotos, Drive, Gmail und alle anderen Dienste. Auch wenn das anfangs recht großzügig klingt, ist der Speicher meist schneller als erwartet voll. Dann beginnt entweder der Spießrutenlauf, um seinen Speicherverbrauch zu reduzieren oder es beginnt ein kostenpflichtiges Abo

Will man mehr als 15 GB Speicherplatz, muss man nämlich ein kostenpflichtiges Abo abschließen. Die Kosten für den Einstieg mit 100 GB Speicherplatz sind mit 1,99 Euro pro Monat noch im überschaubaren Bereich. 

Aber was passiert, wenn man sein Speicherkontingent überschreitet oder das Abo kündigt? Verliere ich möglicherweise den Zugriff auf meine Daten, wenn meine Zahlung vielleicht einmal nicht durchgeht?

➤ Mehr lesen: 6 Tricks für Google, die ihr vielleicht noch nicht kennt

So sieht eine Warnung aus, wenn sich bei Google der Speicherplatz dem Ende neigt.

Das passiert mit den Daten

Nein - die Daten sind zu keiner Zeit in Gefahr, wenn man seinen Speicherplatz überschreitet, ein Abo kündigt oder das Abo abläuft. Google ist hier recht kulant und löscht keine Dateien. Bei Google One laufen übrigens alle Infos zusammen, die den Speicherplatz betreffen. 

Sollte es Probleme bei der Zahlung geben, gewährt Google einen Zahlungsaufschub von 7 Tagen. Innerhalb dieser Zeit sollte man sich um eine korrekte Bezahlung des Abos kümmern. Selbstverständlich wird man von Google mehrfach per Mail darauf hingewiesen. 

Auf einer Support-Seite weist Google jedoch darauf hin, dass "möglicherweise alle Inhalte aus dem Google-Konto gelöscht werden, wenn man das Speicherkontingent mehr als 2 Jahre lang überschreitet". 

➤ Mehr lesen: Google bringt neue Maps-Funktion nach Österreich

Google-Dienste werden unbrauchbar

Jedenfalls wird es bei den Google-Diensten zu Einschränkungen kommen, wenn der Speicher überschritten wird. Das kann entweder der Fall sein, weil man die Speichergrenze übersehen hat oder weil man ein Speicher-Abo kündigt und dadurch das Kontingent überzieht. 

  • Gmail: Es können keine Nachrichten gesendet oder empfangen werden. Eingehende Nachrichten werden an den Absender retourniert.
  • Google Fotos: Es können keine Fotos oder Videos mehr gespeichert werden.
  • Google Drive:
    • Es können keine Dateien mehr hochgeladen oder synchronisiert werden.
    • Die gespeicherten Dateien können nicht bearbeitet oder kopiert werden.
    • Es können keine neuen Dokumente bei den folgenden Diensten erstellt werden: Docs, Sheets, Präsentationen, Zeichnungen, Formulare
    • Die Dateien sind jederzeit verfügbar und abrufbar. Sie können jederzeit heruntergeladen werden. 

Kurz gesagt: Wenn man das Speicherkontingent überschreitet, werden die Google-Dienste unbrauchbar. Wer Gmail, Drive oder Fotos weiterhin nutzen möchte, wird also recht rasch ein entsprechendes Abo abschließen oder seinen Speicherbedarf reduzieren.

➤ Mehr lesen: Google stellt seine "Wetter App" ein

Der Speicherplatz wird in Google One verwaltet. Gmail, Drive und Fotos benötigen in der Regel den meisten Speicherplatz.

Eine Frage bleibt offen

Nun stellt sich die Frage, ob man diese Kulanz nicht auch ausnutzen könnte: Man kauft sich beispielsweise um 99,99 Euro für einen Monat ein 20-TB-Abo und legt all seine Daten in der Google-Cloud ab. Danach lässt man das Abo auslaufen, hat aber immer noch sein komplettes Backup in der Google-Cloud verfügbar. 

Damit es nicht verschwindet, loggt man sich einfach regelmäßig mit dem entsprechenden Google-Konto ein. Selbst wenn man sich alle 2 Jahre ein Monat für 99,99 Euro gönnt, kommt man recht günstig davon. 

Auch wenn es verlockend und besonders preiswert klingt, ist es vielleicht nicht die beste Idee, sich auf ein solches Backup zu verlassen. Es ist nämlich unklar, wie Google in einem solchen Fall vorgeht.

Frag die futurezone

In der Rubrik "Frag die futurezone" recherchieren und beantworten wir ausgewählte Fragen zu Tech-Themen für euch.

Stellen könnt ihr sie mit einer E-Mail an die Adresse redaktion@futurezone.at - Betreff: "Frag die futurezone", ihr könnt uns aber auch gern via Social Media (Facebook, Instagram, Bluesky) kontaktieren.

Klicken Sie hier für die Newsletteranmeldung

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Florian Christof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

mehr lesen