FILE PHOTO: The German headquarters of PayPal is pictured at Europarc Dreilinden business park south of Berlin in Kleinmachnow

Symbolbild PayPal.

© REUTERS / Fabrizio Bensch
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Diese Firmen wollen jetzt PayPal kaufen

Der Zahlungsabwickler Stripe und der Finanzinvestor Advent International wollen Insidern zufolge PayPal übernehmen. Die beiden Unternehmen hätten Anfang des Monats ein gemeinsames Angebot von 60,50 US-Dollar (53,05 Euro) je Aktie vorgelegt, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Dies entspricht einem Aufschlag von rund 28 Prozent auf den PayPal-Schlusskurs vom Dienstag.

Das Offert sei durch Finanzierungszusagen von Banken über etwa 50 Milliarden US-Dollar abgesichert, sagten die Insider. Stripe und Advent planten einen gemeinsamen Besitz zu gleichen Teilen. Eine erste Kontaktaufnahme habe es bereits Anfang April gegeben. Bisher hätten die Bieter jedoch keine Antwort von PayPal erhalten. 

Sie strebten Gespräche mit PayPal in den nächsten Wochen an. Advent wollte sich nicht dazu äußern. Von PayPal und Stripe war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Pionier setzt Konkurrenz durch Apple Pay und Google Pay zu

Der US-Konzern PayPal gehört zu den Pionieren bei digitalen Zahlungen, hat jedoch in den vergangenen Jahren angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch Anbieter wie Apple Pay und Google Pay massiv an Boden verloren. Dazu kommen auch wachsende Bemühungen in Europa, unabhängige Zahlungssysteme wie die European Payments Initiative (EPI) oder den digitalen Euro zu etablieren.

Der Börsenwert von PayPal, der 2021 in der Pandemie noch bei rund 360 Milliarden US-Dollar lag, fiel in diesem Jahr auf ein Tief von 36 Milliarden US-Dollar. Allein in den vergangenen 12 Monaten büßte das vom aus Deutschland stammenden US-Techmilliardär Peter Thiel gegründete Unternehmen mehr als 40 Prozent seines Marktwerts ein.

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Enrique Lores war zuvor CEO bei HP.

Um gegenzusteuern, hat der im März angetretene Konzernchef Enrique Lores einen umfassenden Umbau eingeleitet. Im April teilte er das operative Geschäft in drei Einheiten auf, darunter den Bezahldienst Venmo sowie den Bereich für Zahlungen und Kryptowährungen, um das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs zu bringen.

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