Eine Frau fönt sich die Haare vor weißem Hintergrund

Symbolbild: Frau mit Fön

© Getty Images/iStockphoto / PeopleImages/iStockphoto
Wählen Sie FUTUREZONE als bevorzugte Google-Quelle

Digital Life

Wetten aufs Wetter wurden mit einem Haarföhn manipuliert

Die französische Polizei untersucht gerade einen kuriosen Fall, berichtet der Telegraph. Anscheinend wurde ein Föhn verwendet, um eine Wettermessstation beim Pariser Flughafen Charles de Gaulle zu manipulieren.

Der Verdacht kam auf, als diesen Monat 2-mal die Temperaturen bei Charles de Gaulle plötzlich und viel zu hoch angestiegen sind. An beiden Tagen hat jemand bei der Plattform Polymarket genau auf dieses Wetterereignis gewettet.

22 statt 18 Grad Celsius

Die Temperaturdaten für die Pariser Wetterwetten bezieht Polymarket vom Sensor bei Charles de Gaulle, der vom staatlichen Wetterdienst Météo-France betrieben wird. Es war auch Météo-France, die das ungewöhnliche Verhalten bemerkt und die Behörden informiert hat, wegen Verdachts auf Manipulation der Messstelle.

➤ Mehr lesen: In den USA werden jetzt Wetten aufs Wetter abgeschlossen

Am 6. April zeigte der Sensor um 19 Uhr eine Temperatur von 21 Grad Celsius an. Am 15. April waren es 22 Grad Celsius um 21:30 Uhr. An beiden Tagen betrug die Höchsttemperatur tatsächlich nur 18 Grad Celsius.

Anhand der Daten und der Vorhersagen an diesen Tagen bestand laut Polymarket eine Chance von 99,6 Prozent, dass die Höchsttemperatur 18 Grad Celsius sein wird. Ein User wettete an beiden Tagen dagegen und nahm so insgesamt 34.000 US-Dollar ein.

Sensor leicht zu erreichen

Laut französischen Medien ist es am wahrscheinlichsten, dass ein akkubetriebener Haarföhn für die Manipulation genutzt wurde. Der Temperatursensor von Charles de Gaulle liegt zudem an einer öffentlichen Straße und ist deshalb einfach erreichbar.

Wetten auf die Höchsttemperatur in Paris sind bei Polymarket nach wie vor möglich. Allerdings wurde die Datenquelle gewechselt. Die Temperatur kommt jetzt von einem Sensor beim Flughafen Paris-Le Bourget.

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Kommentare