Netzpolitik
01/08/2019

Nur 25 Prozent der Firmen erfüllen DSGVO-Anforderungen

Eine Umfrage hat ergeben, dass zwölf Prozent bei der DSGVO-Umsetzung erst am Anfang stehen. Rechtliche Unklarheiten führen zu Verunsicherung.

Mehr als ein halbes Jahr nach dem Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat erst ein Viertel der österreichischen Unternehmen die Anforderungen der EU-Verordnung vollständig umgesetzt, zwölf Prozent sind dabei erst am Anfang. Das hat eine Umfrage der Unternehmensberatung Deloitte ergeben.

"Zwar hat nur ein Viertel der Unternehmen die Verordnung bereits vollständig umgesetzt, fast zwei Drittel befinden sich aber auf einem guten Weg", sagte Andreas Niederbacher von Deloitte Österreich laut Aussendung. "In erster Linie sind es rechtliche Unklarheiten bei der EU-DSGVO, die bei vielen zu Verunsicherung führen", sagt Niederbacher. Auch die Umsetzung von Löschfristen bereite den Unternehmen Schwierigkeiten.

Kaum Anfragen zur Löschung von Daten

An der Online-Befragung haben im Dezember 212 Unternehmensvertreter in leitender Position teilgenommen. Rund die Hälfte von ihnen waren in Großunternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten tätig.

Laut Umfrage hatten die Unternehmen vor dem Inkrafttreten der DSGVO am 25. Mai 2018 nur sehr wenige Anfragen in Bezug auf Auskunft und Löschung von Daten - daran hat sich auch kaum etwas geändert. Allerdings erwarten die Unternehmen künftig mehr Anfragen und Kontrollen und eine intensivere Kommunikation mit den zuständigen Behörden.

Deshalb haben drei Viertel der Unternehmen bereits Datenschutzbeauftragte eingesetzt, 60 Prozent haben sich zur Unterstützung bei rechtlichen und technischen Fragen externe Experten geholt.