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ID Austria bekommt einen KI-Chatbot

„6 Millionen Mal wurde die ID Austria bereits ausgestellt“, freut sich der Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Das Ziel sei natürlich 9 Millionen.

Zur Feier des Erfolgs wird ein Versprechen eingelöst: Einmal pro Jahr bekommt die ID Austria ein Update. Dieses Jahr bringt der „Relaunch“ 3 Änderungen:

  • Mobile Vollmachten
  • Shortcut zu eAusweise
  • KI-Chatbot Ida

Mobile Vollmachten

Ab sofort gibt es in der ID-Austria-App eine mobile Vertretungsfunktion. Diese soll digitale Verwaltungswege für Familien sowie für Unternehmen und berufliche Vertretungen erleichtern. Älteren Angehörigen kann so etwa beim Erledigen der digitalen Amtsgeschäfte geholfen werden.

Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll präsentierte den Relaunch der ID-Austria-App.

Shortcut zu eAusweise

Ein häufig kritisierter Punkt der Nutzer von ID Austria ist, dass für den digitalen Führerschein und Identitätsnachweis eine eigene App genutzt werden muss, nämlich eAusweise. Das bleibt leider weiterhin so.

Die digitalen Ausweise gibt es nach wie vor nicht in der ID-Austria-App. Stattdessen wurde im Homescreen ein Shortcut hinterlegt: „App eAusweise aufrufen“.

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KI-Chatbot Ida

Im Sommer wird die ID Austria einen neuen Chatbot bekommen: Ida ersetzt dann Mona, den Chatbot, der bereits in der App zu finden ist. Ida steht für „Intelligente digitale Assistenz“ und ist gleichzeitig eine Anspielung an die ID Austria – und nicht etwa an das österreichische „Oida“.

Als KI-Modell, also die „Intelligenz“ hinter dem Chatbot, wird Mistral genutzt, das vom französischen Unternehmen Mistral AI stammt. Hier kommt die quelloffene Variante (Open Source) zum Einsatz. Das heißt es müssen, im Gegensatz zu anderen KI-Lösungen, keine Gebühren pro Chatbot-Anfrage an Mistral AI gezahlt werden.

Die benötigte Infrastruktur, also die Rechenleistung für Ida, befindet sich in Österreich und wird vom Bundesrechenzentrum betrieben. Pröll betont, dass keine Datenübertragung ins Ausland stattfindet, kein Profiling vorgenommen wird und die Verarbeitung der Eingaben datenschutzkonform erfolgt.

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Ida soll später digitale Amtswege für User erledigen

Wenn Ida voraussichtlich im Juli startet, wird der Chatbot in der ID-Austria-App und auf den Webseiten id-austria.gv.at und oesterreich.gv.at verfügbar sein. Pröll verspricht, dass der Chatbot nur verifizierte Informationen weitergibt, die aus diesen Portalen stammen. Ein „Halluzinieren“, wie es bei kommerziellen Chatbots manchmal vorkommt, sollte es also nicht geben.

Dafür sind die Funktionen von Ida aber noch überschaubar. Er wird hauptsächlich Auskunft geben und Informationen zusammenfassen. Diese Beispiele für Anfragen, die Ida beantwortet, wurden genannt: „Wie kann ich meinen Reisepass verlängern?“, „Was muss ich tun, wenn ich mein ID-Austria-Passwort vergessen habe?“ und „Was muss ich nach einem Umzug machen?“

In einer späteren Ausbaustufe soll Ida, auf ausdrücklichem Wunsch des Nutzers, ausgewählte, digitale Behördenwege vornehmen können. Beispiele dafür wurden nicht genannt, aber vorstellbar wäre etwa, dass man Ida befiehlt: „Mache mir einen Termin zur Reisepassausstellung aus, innerhalb der nächsten 2 Monate, an einem Mittwoch ab 15 Uhr, bei dem Amt, das am nächsten zu meiner Wohnadresse ist. Und sag mir, was ich dann alles mitnehmen muss.“

Ein Zeitplan dafür, ab wann Ida solche Aufgaben erledigen könnte, wurde nicht genannt. Auch ist nicht sicher, ob man bei Mistral bleiben wird. Laut Pröll ist Ida jedenfalls schon vorbereitet, um bei Bedarf schnell zu einem anderen KI-Modell wechseln zu können.

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Gregor Gruber

Testet am liebsten Videospiele und Hardware, beschäftigt sich leidenschaftlich mit Rüstungstechnologie.

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