Mit diesem Flugzeug will Airbus den A380 ersetzen
Der Airbus A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt - noch. Denn die Produktion des Super-Jumbos wurde bereits 2021 eingestellt. Noch fliegen rund 200 Stück des A380, der allerdings längst als Auslaufmodell gilt. Das bedeutet, dass ein Nachfolger her muss.
Als Nachfolger des A380 positioniert sich derzeit die neue Boeing 777X. Die neue Triple-7-Variante soll ab 2027 bei den ersten Airlines zum Einsatz kommen und bietet in der Variante 777-9 Platz für bis zu 426 Passagiere. Denkbar ist auch eine 777-10 mit einer Kapazität von rund 450 Passagieren. Ob dieses Modell gebaut wird, ist derzeit allerdings noch unklar.
Airbus hat dem aktuell wenig entgegenzusetzen. Der A350 verkauft sich zwar gut, hat aber deutlich weniger Sitzplätze. In einem üblichen 3-Klassen-Layout sind es bei der Variante A350-1000 rund 350 Sitzplätze.
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Die Frage nach der Effizienz
Daher wird immer wieder die Frage aufgeworfen, ob denn eine weitere Stretch-Variante des A350 möglich wäre. Technisch wäre ein solches Flugzeug realisierbar. Die Frage betrifft eher die Effizienz, die Sinnhaftigkeit und richtet sich vor allem danach, wie hoch die Nachfrage nach einem A350-2000 wäre.
Interesse an einem A350-2000 kam zuletzt vom größten A380-Betreiber. Tim Clark, der Präsident von Emirates, hat im Februar signalisiert, dass sich die Airline die Anschaffung eines solchen Flugzeugs zumindest überlegen würde. "Klar würden wir es uns ansehen", sagte er gegenüber Reuters, als er auf ein mögliches Interesse am A350-2000 angesprochen wurde.
Schon die Streckung vom A350-900 auf den A350-1000 erforderte eine teilweise Neukonstruktion einiger Komponenten. So mussten etwa das Fahrwerk und die Tragflächen angepasst werden. Eine weitere Streckung auf die 2000er-Variante würde voraussichtlich eine erneute Neukonstruktion dieser Teile notwendig machen.
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Neukonstruktion möglicherweise notwendig
Außerdem ist fraglich, welches Triebwerk für einen A350-2000 am sinnvollsten wäre. Fraglich ist auch, ob die Rolls-Royce Trent XWB-97 dazu geeignet wären, einen derart langen A350 anzutreiben. Möglicherweise wäre eine Weiterentwicklung des Triebwerktyps notwendig oder ein völlig anderes Triebwerk.
Der frühere CEO der Airbus-Flugzeugsparte Christian Scherer hatte einmal gemeint, dass es bei einem A350-2000 auch möglich wäre, Tragflächen, Triebwerk und Fahrwerk gegenüber dem A350-1000 unverändert zu lassen. Die Verlängerung des Rumpfes würde jedoch das Leergewicht in die Höhe schrauben, was eine deutliche Verkürzung der maximalen Reichweite zur Folge hätte.
Am Rande der Dubai Airshow 2025 meinte der damalige Airbus-CEO Scherer im Hinblick auf einen A350-2000 lediglich: "Das sehen wir uns an." Ob eine weitere Stretch-Variante des A350 letztendlich gebaut wird, wird sich also in erster Linie am Interesse der Airlines und an den beabsichtigen Bestellungen entscheiden.
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