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Neue Details: So hat man den Stealth-Bomber B-21 Raider noch nie gesehen

Der Rüstungskonzern Northrop Grumman und die US Air Force sind derzeit damit beschäftigt, die Luftbetankung der B-21 Raider zu erproben. Im März wurde der Stealth-Bomber der nächsten Generation erstmals dabei beobachtet, wie er von einem Boeing Stratotanker in der Luft betankt wurde. 

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Nun hat der Hersteller Northrop Grumman offizielle Bilder von diesen Tests veröffentlicht. Die Fotos erlauben einen ersten Blick auf die bisher geheim gehaltene Oberseite des Tarnkappenbombers. Einige Details sind gut zu erkennen. Manche Komponenten könnten mit Photoshop bearbeitet worden sein, um essenzielle Teile der Konstruktion weiterhin geheim zu halten.

B-21 Raider bei der Luftbetankung

Details gut zu erkennen

Vor allem der Bereich der Triebwerkseinlässe sieht verdächtig aus. Hier sind einige Unschärfen zu sehen und kleine Unterschiede zwischen dem linken und rechten Einlass, die durch das digitale Nachbereiten entstanden sein könnten.

Die Triebwerkseinlässe der B-21 im Detail

Zu erkennen ist dennoch, dass die Triebwerkseinlässe weiter vorne als beim Stealth-Bomber B-2 positioniert wurden. Sie sind tief im Rumpfdesign integriert, um die Radarsignatur möglichst gering zu halten. Das ist, was Stealth-Fightern und Stealth-Bombern ihre Tarnkappeneigenschaften gibt: Die sind so gestaltet, dass möglichst wenig Radarstrahlen zurückgeworfen werden. Dadurch werden sie quasi "unsichtbar" für das Radar.

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Auf dem Foto ist auch zu sehen, wie klein die Fenster des Cockpits sind. Ihre Größe dürfte ein Kompromiss zwischen der Sicht für die Piloten, vor allem bei der Luftbetankung, und der reduzierten Radarsignatur sein.

Im hinteren Bereich sind die Auslässe der Triebwerke zu erkennen, die ebenfalls tief im Rumpf integriert sind. Dies dient nicht nur zum Reduzieren der Radarsignatur, sondern auch der Infrarotsignatur. Die Abgase haben dadurch mehr Zeit abzukühlen, was die B-21 weniger sichtbar für Wärmebildsensoren machen sollte, die zur Luftraumüberwachung, bei Zielsystemen von Kampfjets und Suchköpfen von Raketen verwendet werden.

Auffällig ist, dass der Spitz über den Auslässen nach außen gerichtet ist, während er bei der B-2 nach innen gerichtet ist. Auch hier ist nicht auszuschließen, dass das Bild digital verändert wurde, um das tatsächliche Design zu verbergen.

Kleiner als die B-2

Ein weiteres Foto zeigt den B-21 Raider von der Seite. Dieses Bild gibt Aufschluss darüber, wie lang der Stealth-Bomber ist. Die exakten Maße wurden noch nicht veröffentlicht, weshalb man auf Schätzungen angewiesen ist. In einem Bericht von TWZ wird die Länge des B-21, anhand dieses Fotos, auf ungefähr 20 Meter geschätzt. Das wäre in etwa ein Meter kürzer als die B-2.

B-21 Raider bei der Luftbetankung

Die Spannweite wird auf Basis früherer Bilder auf 44 bis 47 Meter geschätzt. Zum Vergleich: Die Spannweite der B-2 beträgt 52,40 Meter.

Höhere Reichweite und niedrigere Kosten

Die B-21 soll die B-2 ablösen. Laut der Air Force wird sie weniger Waffenlast haben, dafür aber eine höhere Reichweite. Wenn die geplanten 100 Stück der B-21 angeschafft werden, soll sie zudem günstiger sein: Die Air Force peilt 750 Millionen US-Dollar pro Stück an. Werden die gesamten Kosten für das B-2-Programm berechnet und an die Inflation angepasst, kommt eine Spirit auf ungefähr 4,2 Milliarden US-Dollar.

Die Air Force hat derzeit 19 einsatzbereite B-2. Bis 2040 sollen zumindest ein paar davon noch im Dienst bleiben. Die Pensionierung könnte allerdings vorgezogen werden, denn die US-Regierung und Air Force wollen die Tests und die darauffolgende Serienproduktion der B-21 beschleunigen. Wenn das klappt, könnte die erste B-21 schon 2027 in Dienst gestellt werden.

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