Boeing 767 muss über Atlantik wegen Teenager-Streich umkehren
Ein Flug von New York nach Mallorca nahm eine sprichwörtliche Wende. Die Boeing 767-400ER kehrte nach etwa 1,5 Stunden Flugzeit über dem Atlantik um – wegen eines Bluetooth-Geräts.
Der Vorfall ereignete sich am Samstag. Laut Passagieren, die an Bord waren, meldete sich die Crew mit einer kryptischen Durchsage während des Flugs. Alle Passagiere sollten sofort die Bluetooth-Verbindungen ihrer Geräte beenden.
Die Durchsage wurde mehrmals wiederholt, mit, so wie es die Passagiere beschrieben, einem angespannten Ton. So wurde auch einmal gesagt, dass diese Anordnung direkt vom Hauptquartier der Fluglinie United in Chicago komme. Weiters wurde gesagt, dass der Flug umdrehen werde, wenn nicht sofort alle Bluetooth-Signale deaktiviert werden.
Letzte Warnung
Schließlich gab es eine finale Warnung, wegen eines Passagiers, der etwas mit Bluetooth gemacht hätte, das die Sicherheit des Flugs gefährdet: Wenn nicht innerhalb einer Minute alle Bluetooth-Signale ausgeschaltet sind, dreht der Flug um. 2 Bluetooth-Geräte waren weiterhin aktiv, trotz der Drohung. Die Piloten setzten einen 7700er ab, den Transponder-Code für einen Notfall, und wurden zurück nach New York gelotst.
Laut Berichten der Passagiere gab es merkbare Unruhe an Bord, nicht zuletzt wegen der Aussage, dass die Sicherheit des Flugs gefährdet sei. Als die Situation später aufgeklärt wurde, schlug das in Frustration und Ärger um.
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BOMB
Wie Airlive berichtet, geht aus den Funkmitteilungen zwischen den Piloten, dem Flughafen Newark und der Airline hervor, dass ein 16-jähriger Teenager der Auslöser für die Wende war. Er hatte seinen Bluetooth-Lautsprecher als Streich den Namen „BOMB“ gegeben. Die Passagiere und Crewmitglieder, die auf ihren Smartphones nach Bluetooth-Verbindungen gesucht hatten, hatten deshalb „BOMB“ in der Liste der Geräte gesehen.
Damit war die Sache aber nicht erledigt. Bei der Landung in Newark wurde die Maschine mit einem Großaufgebot der Polizei und Flughafen-Security empfangen. Passagiere durften nur ihre Pässe und Smartphones mitnehmen und mussten für etwa eine Stunde in Bussen warten, während das Sicherheitspersonal das Gate sicherte. Um sicherzugehen, dass der „BOMB“-Bluetooth-Speaker nicht entsorgt oder einem anderen Passagier untergeschoben wurde, mussten alle Passagiere nochmal durch die Sicherheitskontrolle, während das gesamte Flugzeug und das Gepäck der Passagiere durchsucht wurde.
United hat sich nicht dazu geäußert, ob es Konsequenzen für den 16-Jährigen geben wird. Er könnte womöglich auf Schadensersatz geklagt werden und wird vermutlich lebenslanges Flugverbot bei der Airline bekommen.