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China nimmt erstes Unterwasser-Datencenter der Welt in Betrieb

China hat erstmals ein Rechenzentrum unter Wasser in Betrieb genommen. Das hauptsächlich für KI genutzte Datencenter der privaten Firma Shanghai Hailanyun Technology ist weltweit das erste seiner Art. Es wurde bereits im Juni 2025 vor Shanghais Küste versenkt. Erste Tests im Februar wurden zufriedenstellend abgeschlossen. 

KI-Rechenzentren bringen aktuell weltweit Regionen an ihre Grenzen. Sie brauchen enorme Mengen an Energie und Wasser für die Kühlung. Bereits 2023 zeigte eine Studie, dass pro ChatGPT-Gespräch 500 Milliliter Wasser benötigt werden. Ein Trend, der sich eher verschlechtert, als verbessert. 

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Energie aus Offshore-Windpark

Der Ansatz, das Rechenzentrum direkt ins Wasser zu bauen, anstatt riesige Kühltürme zu errichten, die möglicherweise sogar Trinkwasser verwenden, ist daher durchaus überlegt. Versenkt wurde das Datencenter zudem direkt in einem Offshore-Windpark. So kann es Strom aus Windenergie beziehen. Sein PUE-Wert, nach dem die Energieeffizienz solcher Datencenter bemessen wird, liegt bei 1,15 und damit deutlich unter den 1,5 von vergleichbaren Anlagen. 

Die 192 Server-Racks wurden auf 4 Ebenen verteilt und bieten 24 Megawatt Leistung für ungefähr 2.000 Server. Verbaut sind sie in einem druckresistenten Unterwassermodul. Obwohl KI der hauptsächliche Zweck ist, solle es auch für 5G-Infrastruktur genutzt werden, schreibt Tom's Hardware. Das Rechenzentrum befindet sich 35 Meter unter der Wasseroberfläche, wo die Meerestemperatur die Hitze absorbieren kann. 

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Laufende Kosten reduzieren

Gekostet hat das Projekt rund 1,6 Millionen Yuan (200 Millionen Euro). Langfristig wird sich zeigen, wie sinnvoll diese Investition tatsächlich ist. Auch wenn durch die natürliche Kühlung bereits ein großer Teil der laufenden Energiekosten entfällt, ist noch offen, wie wartungsintensiv ein solches Unterwassermodul ist. Korrosion durch Salzwasser und der ständige Druck sind die Gegner, und Inspektionen und Reparaturen gestalten sich unter Wasser schwierig. Daher sind eine redundante, modulare Infrastruktur und permanente Überwachung notwendig.

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Neu ist die Idee allerdings nicht. Bereits 2018 experimentierte etwa Microsoft mit seinem Project Natick vor Schottlands Küste. Das Rechenzentrum blieb aber ein Testlauf und wurde nie kommerziell betrieben. 

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