Mobilfunk: So viel kostet ein GB in Österreich im Schnitt
In einer Zeit, in der überall die Preise steigen, ist es fast verwunderlich, wenn in einem Bereich das Gegenteil der Fall ist. Eine Analyse des Vergleichsportals tarife.at zeigt aber genau das: Österreichs Mobilfunktarife bieten immer mehr Gigabyte für immer niedrigere Preise an.
Laut dieser aktuellen Auswertung ist der Preis pro GB seit 2019 um 87 Prozent gefallen. Die monatlichen Tarifkosten blieben dabei nahezu unverändert. Konkret ist der Preis zwischen 2019 und 2026 um 1,55 Euro gesunken – von 1,78 auf 0,23 Euro. Auch die durchschnittlichen effektiven Monatskosten gingen um 7 Prozent zurück, von 17,67 auf 16,39 Euro.
Preisentwicklung des Datenvolumens pro GB seit 2019
© tarife.at
tarife.at hat für die Analyse alle Mobilfunktarife (auch bereits eingestellte) aus der eigenen Produktdatenbank im Zeitraum 2019 bis 2026 ausgewertet. Zu den Monatskosten wurde die Grundgebühr sowie anteilige Einmalkosten, Aktionen, Rabatte und Gratismonate eingerechnet. Für eine bessere Vergleichbarkeit flossen Inflationsdaten der Statistik Austria mit ein. Der Preis pro GB wurde für nicht-unbegrenzte Tarife mit mindestens einem Gigabyte Datenvolumen berechnet.
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Weniger Preiserhöhungen in der Mobilfunkbranche
Blickt man auf das branchenübergreifende, gesamte Preisniveau in Österreich, ist dieser Trend eher ungewöhnlich. Das ist zwischen 2019 und Mitte 2026 nämlich um rund 35 Prozent gestiegen. Dass sich die Tarifpreise über die Jahre fast konstant gehalten haben, kann wie ein Preisrückgang gewertet werden: Inflationsbereinigt entsprechen die durchschnittlichen Monatskosten von 16,39 Euro nur noch rund 12 Euro in der Kaufkraft von 2019 - so gerechnet ist Mobilfunk um rund ein Drittel günstiger als damals.
Allerdings merkt tarife.at auch an, dass durch den stetigen Anstieg des Datenvolumens viele ihre verfügbaren GB gar nicht ausnutzen. So stieg das inkludierte Datenvolumen von 9,5 Gigabyte im Jahr 2019 auf 42 Gigabyte im Jahr 2026. 17 Prozent der Tarife seien inzwischen unbegrenzt.
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Tatsächlichen Verbrauch im Auge behalten
„Nicht jeder benötigt 100 Gigabyte oder einen unbegrenzten Tarif. Viele zahlen heute für Volumen, das sie im Alltag nicht ausschöpfen. Wer seinen tatsächlichen Verbrauch kennt und in ein passendes, kleineres Paket wechselt, kann seine Monatskosten deutlich reduzieren“, sagt Michael Kreil, Geschäftsführer von tarife.at, in einer Aussendung. So würden auch Verbrauchsdaten der RTR zeigen, dass der monatliche Verbrauch bei Tarifen ohne Flatrate bei rund 10,6 Gigabyte, mit Flatrate bei rund 31,6 Gigabyte lag und damit meist unter den monatlich verfügbaren Kontingenten.
Mobilfunkanbieter ändern immer wieder ihr Tarifangebot. Wie auch bei Stromanbietern lohnt es sich, regelmäßig nach besseren Angeboten zu suchen. Wie hoch der eigene Datenverbrauch ist, lässt sich einerseits in den Handyeinstellungen überprüfen, andererseits auch in den jeweiligen Apps der Mobilfunkanbieter. Zeigt sich da, dass man niemals das Datenvolumen ausnutzt, für das man bezahlt, könnte sich ein Tarifwechsel zu einem günstigeren Angebot lohnen, empfiehlt tarife.at.