Warum dieser Browser 50 Euro kostet
Der Brave Browser hat sich in den vergangenen Jahren vor allem im Hinblick auf den Datenschutz einen Namen gemacht. Der Ruf der Chromium-basierten Software ist aber auch zwiespältig. Das Geschäftsmodell hat in der Vergangenheit auch für Kritik gesorgt.
So blockiert der Browser Werbung auf Webseiten und blendet dafür eigene ein, die Nutzer nicht trackt. Für das Ansehen der Werbung bekommen die User Tokens einer Kryptowährung, die sie dann an Webseitenbetreiber spenden können. Webseitenbetreiber und Verlage sehen darin eine Untergrabung ihrer Geschäftsmodelle.
Abseits von diesen Streitigkeiten hat Brave nun eine neue, kostenpflichtige Variante seines Browsers auf den Markt gebracht. Gegen einer Einmalzahlung von 60 US-Dollar (ca 50 Euro) bekommt man Brave Origin.
Was ist Brave Origin?
Das Konzept ermöglicht es Nutzerinnen, jene Features zu deaktivieren oder zu entfernen, die normalerweise zur Umsatzgenerierung des Unternehmens beitragen oder über die reine Kernfunktion des Browsens hinausgehen. Das heißt, der KI-Assistent Leo, das Brave Wallet, der VPN-Dienst sowie das Belohnungssystem Brave Rewards verschwinden, wodurch auch browserbasierte Werbeanzeigen entfallen. Die technologische Basis sowie die Versorgung mit Patches bleiben erhalten.
Brave Origin ist für Windows, macOS, Linux sowie für die mobilen Plattformen Android und iOS verfügbar. Bemerkenswert an dem Geschäftsmodell ist zudem, dass Linux-Nutzer den Browser gratis bekommen.
Eine erworbene Kauf-ID erlaubt die Aktivierung auf bis zu 10 Geräten. Für die Zukunft wird auch ein monatliches Abonnement für die Upgrade-Variante in Aussicht gestellt.