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Natrium-Batterien werden ab 2027 zur echten Konkurrenz für Lithium-Akkus

Heuer sollen die ersten Serienfahrzeuge mit Natrium-Ionen-Akkus auf den Markt kommen. Im Vergleich zu den bewährten Lithium-Ionen-Batterien ist die Technologie noch jung. Dennoch soll sie schon bald zur echten Alternative werden.

Davon geht zumindest Shujun Li aus, Chef des chinesischen Batterieherstellers Hina, berichtet IT-Home. Demnach würden sich die Preise für die Technologien schon bald annähern.

Aktuell kosten Lithium-Batterien in etwa 0,044 bis 0,073 US-Dollar pro Wattstunde. Bei Natrium-Batterien sind es 0,073 bis 0,102 USD/Wh. Während die Preise für Natrium-Batterien ständig fallen, seien sie bei Lithium derzeit stabil, bzw. sei bemerkbar, dass Lieferanten und Hersteller damit kämpfen, die Preise nicht erhöhen zu müssen, sagt Li.

Preislich bald eine Alternative

Er geht davon aus, dass sich die Preisspannen für Lithium- und Natrium-Batterien im Jahr 2027 überschneiden werden. Zumindest für einige Anwendungen, also abhängig von dem Fahrzeug und dessen Einsatzzweck, werden Natrium-Akkus dann bereits zu einer Alternative.

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2028 sollen die Preisbereiche überlappend sein. Ab diesem Punkt, so glaubt zumindest Li, wird der Markt reagieren. Mehr Hersteller werden überlegen, von Lithium auf Natrium umzusteigen, zumindest bei einigen Elektrofahrzeugen. Durch die damit verbundene Steigerung der Produktion, würden Natrium-Batterien auf durchschnittlich 0,044 USD/Wh fallen, also die Preisspanne von Lithium-Akkus unterbieten.

Geringere Energiedichte

Li geht davon aus, dass die Natrium-Akkus dann eine Energiedichte von 180 Wh/kg überschreiten werden. Zum Vergleich: Aktuell haben die Lithium-Akkus von Elektroautos Energiedichten zwischen 150 und 250 Wh/kg.

Bei der Energiedichte können Natrium-Batterien also noch nicht mithalten, dafür haben sie andere Vorteile. Natrium-Akkus liefern auch bei -50 Grad Celsius noch ausreichend Leistung behalten bei -40 Grad Celsius über 90 Prozent ihrer Kapazität. Zudem sollen sie laut Hina Vorteile für Lkw bieten. Ein Test unter realen Bedingungen hätte gezeigt, dass ein Lkw mit Natrium-Akku 15 Prozent weniger Energie pro km verbraucht als mit einer Lithium-Batterie.

Häufiger Rohstoff

In den nächsten Jahren könnten die Preise für Natrium-Akkus noch weiter sinken, wenn die Lieferketten ausgebaut sind und sich leichter skalieren lassen. Der Hauptgrund für den Preisvorteil ist das Natrium selbst. Mit 2,36 Prozent ist es das 6-häufigste Element in der Erdkruste. Es ist zudem als Bestandteil von Kochsalz (NaCl) reichlich vorhanden, weshalb Natrium-Ionen-Batterien auch Salzbatterien genannt werden.

Lithium hat einen Anteil von etwa 0,006 Prozent an der Erdkruste, ist also seltener. Derzeit wird der Rohstoff gewonnen, indem man Lithium-haltige Steine mahlt und verarbeitet oder aus südamerikanischen Salzseen durch Verdunstung konzentriert. Beide Methoden haben schädliche Auswirkungen auf die Umwelt, wie etwa einen hohen Wasserverbrauch sowie Wasser- und Bodenverschmutzung durch chemische Rückstände. 

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