Motorrad mit Feststoffakku.

Motorrad mit Feststoffakku von Verge Motorcycle.

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Erstes Motorrad mit Feststoffakku rollt vom Band

Der estnische Motorradhersteller Verge Motorcycles gab bekannt, dass sein erstes elektrisches Bike mit Feststoffakku vom Band gerollt ist. Das Motorrad namens Gen 2 TS Pro soll einen 137-PS-Hinterradmotor mit einem Drehmoment von 1.000 Nm besitzen. Damit kann das Bike in 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen.

Das Besondere an dem Motorrad ist der Akku, der von einem Spin-off des Motorradherstellers entwickelt wurde. Der Hersteller des angeblichen Feststoffakkus ist kein Unbekannter: Es handelt sich um Donut Lab, dem wegen seiner angeblich bahnbrechenden Technologie in der Vergangenheit Betrug vorgeworfen wurde.

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Feststoffakku mit Fragezeichen

Während herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus mit einem gelartigen Elektrolyten befüllt sind, soll der Donut-Lab-Akku einen festen Elektrolyten nutzen. Grundsätzlich setzt man große Hoffnungen in solche Akkus, weil sie eine höhere Energiedichte haben, langlebiger und kaum entflammbar sind. Donut Lab behauptet, der Akku habe eine Energiedichte von 400 Wh/kg - also weit mehr, als derzeit übliche Lithium-Ionen-Akkus.

Stecker mit dem man das Motorrad an die Stromversorgung anschließt.

Die Entwicklung und Herstellung von Feststoffakkus stellen selbst große Produzenten noch immer vor Herausforderungen. Hongxing Yang, Chef des chinesischen Batterieherstellers Svolt, bezeichnete die Technologie von Donut Lab deshalb etwa als „Scam“. Andere vermuten, es sei eigentlich kein richtiger Feststoffakku.

Mit einer unabhängigen Prüfung versuchte Donut Lab, Kritikern das Wasser abzugraben. Ein unabhängiger Vergleichstest zeigte angeblich, dass man den Akku mit der Ladegeschwindigkeit 5C in 12 Minuten und mit 11C in 5 Minuten aufladen kann. Auch ein Temperaturtest hätte ein zufriedenstellendes Ergebnis gebracht. Dennoch scheint nicht endgültig geklärt, ob die Akkus tatsächlich halten, was Donut Lab verspricht.

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Bis zu 600 km Reichweite

Die Reichweite von Gen 2 TS Pro soll in der Standardversion mit 20,2-kWh-Akku 350 km betragen. Optional kann man das Motorrad mit einem 33,3-kWh-Akku bestellen, mit dem man bis zu 600 km fahren kann. Die Ladeleistung des Motorradakkus beträgt 200 kW. Man kann ihn in 10 Minuten zu 80 Prozent aufladen.

Verge TS Pro in Silber.

Das Standardmodell ist ab sofort vorbestellbar und kostet 36.581 Euro. Die Variante mit dem größeren Akku kostet 3.000 Euro mehr. Verfügbar ist es in 7 verschiedenen Farben. Die Auslieferung soll voraussichtlich im 4. Quartal 2026 starten.

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