Siri AI am MacBook Pro unter macOS 27 Beta

Siri AI am MacBook Pro unter macOS 27 Beta

© Florian Christof
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Siri AI am Mac: Was von der Apple-KI in der EU übrig bleibt

Die KI-Assistentin kann bei einem ersten Test durchaus überzeugen.

Während es die grundlegend überarbeitete Siri nicht auf die iPhones und iPads in der EU schaffen wird, ist Siri AI unter macOS 27 auch in den EU-Ländern ein fixer Bestandteil. Das liegt daran, dass die Brüsseler Behörden nur iPhones und iPads als Gatekeeper einordnen. Die Apple-Computer mit macOS gelten nicht als Gatekeeper und unterliegen deshalb nicht derart strengen Regeln. 

Das bringt Apple-Nutzerinnen und -Nutzer in der EU vor die kuriose Situation, dass Siri AI wohl auf dem MacBook läuft, am iPhone und am iPad aber immer noch die alte Siri zu helfen versucht. Ich habe mir auf einem MacBook Pro die Beta-Version von macOS 27 geholt und mir angesehen, wie sich Siri AI dort schlägt.   

Unter macOS 27 erhält man in der EU im Grunde dieselbe KI-Assistentin, wie sie außerhalb der EU auch auf die iPhones kommen wird. Hinter Siri AI liegen mehrere KI-Modelle, eine Basis davon ist das Gemini-Framework von Google – genauso wie unter iOS 27.

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Spotlight-Suche wird zentrale Anlaufstelle

Neu auf Apple-Computern ist die Siri-App. Sie ist auf das Notwendigste reduziert und bietet einen Überblick über die bislang geführten Konversationen und Befehle. Wie man es von anderen KI-Chatbots kennt, kann man eine alte Unterhaltung aufrufen und direkte Folgefragen stellen. 

Aufgerufen wird die KI-Assistentin unter macOS 27 weiterhin mit „Hey Siri“ oder „Siri“. Insofern kann sie auch per Sprachbefehl bedient werden. Sitzt man jedoch im Büro an einem Schreibtisch, wird die Texteingabe eher im Vordergrund stehen. Um Siri AI per Tastatur einfach erreichen zu können, hat Apple sie in die Spotlight-Suche integriert. 

Somit ist Siri AI am einfachsten über den Tastatur-Shortcut „CMD+Leertaste“ erreichbar. Damit öffnet sich das kleine Dialogfenster der Spotlight-Suche, das nun im Siri-Schwarz erscheint. Positiv ist, dass die Suche genauso funktioniert wie zuvor. Man kann also weiterhin beispielsweise „Settings“ eintippen und wird dadurch zur Settings-App weitergeleitet.

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Siri AI wird über die Spotlight-Suche gestartet.

Siri AI wird über die Spotlight-Suche gestartet.

Siri zeigt sich im schwebenden Overlay

Gibt man aber eine Frage, einen Befehl oder sonst irgendwelche Prompts ein, wird das erkannt, und nach Drücken der Enter-Taste öffnet sich Siri AI. Die KI-Assistentin wird dabei in einem dunklen Overlay dargestellt, das frei am Bildschirm platziert werden kann. Das ist praktisch, weil man die Antwort von Siri AI im Blick hat und gleichzeitig in einer anderen App arbeiten kann. 

In diesem Overlay wird jedoch nur ein kurzer Überblick über die Antwort angezeigt. Will man es genauer wissen, kann man entweder das Overlay vergrößern und darin scrollen, oder man öffnet gleich die komplette Siri-App, in der die gesamte Antwort zu finden ist.

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So sieht es aus, wenn Siri AI nachdenkt.

So sieht es aus, wenn Siri AI nachdenkt.

Visueller Kontext

Besonders praktisch unter macOS 27 ist der visuelle Kontext. Wenn ich beispielsweise auf einer Website bin, auf der komplexe Sachverhalte in ewig langen Abhandlungen erklärt werden, kann man Siri AI um Hilfe bitten. Man ruft sie mit „CMD+Leertaste“ auf und schreibt in das Dialogfenster nur: „Erkläre mir das, als ob ich 10 Jahre alt wäre“. 

Die KI-Assistentin checkt den Kontext, überprüft die Website sowie deren Inhalt und fasst ihn kurz und knapp in einfachen Worten zusammen – genauso wie gefordert. Das Feature mit dem visuellen Kontext funktioniert übrigens auch bei vielen anderen Inhalten. Wird auf dem Screen etwa ein Foto einer Sehenswürdigkeit angezeigt, kann man Siri AI fragen, wo dieses Bild aufgenommen wurde.

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Screenshots analysieren und Nährwerte anzeigen

Mittels Screenshot kann auch ein konkreter Teil des Bildschirms für eine visuelle KI-Analyse herangezogen werden. Nach dem Shortcut „Shift+CMD+6“ zieht man ein Rechteck über die gewünschte Stelle. Anschließend kann man über ein neues Menü wählen, ob man Siri AI zu diesem Screenshot befragen möchte. 

Ich habe das bei einem Teller mit Essen versucht. In diesem Fall wird in dem Menü gleich „Nährwertanalyse“ vorgeschlagen, womit Siri AI die enthaltenen Nährwerte schätzt und angibt. Um eine konkrete Schätzung der darin enthaltenen Kalorien zu bekommen, muss man auf „Ask Siri“ zurückgreifen.

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Texte formulieren, Reise planen

Wie andere KI-Chatbots ist auch Siri AI hilfreich, wenn es um das Formulieren von Texten geht. Ich habe sie gebeten, mir ein förmliches und höfliches Mail an eine Firma zu schreiben. Das hat wunderbar geklappt, Änderungen wurden übernommen und mit einem Klick landet der Text in einer neuen Mail. Man muss nur mehr auf „Senden“ klicken. 

Noch so eine klassische Aufgabe von KI-Chatbots ist die Erstellung eines komplexen und umfangreichen Reiseplans. Ich habe Siri AI damit beauftragt, einen Wochenendtrip mit dem Fahrrad zu planen. Auch das hat problemlos geklappt. Die KI-Assistentin hat mehrere Touren vorgeschlagen, passende Hotels gefunden und brauchbare Zugverbindungen herausgesucht. Auch die Darstellung der Touren in Maps ging einwandfrei über die Bühne.

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Siri AI kann am Mac beim Verfassen von Mails helfen.

Siri AI kann am Mac beim Verfassen von Mails helfen.

Siri schlägt Ordnerbezeichnung vor

Praktisch ist zudem auch ein kleineres Feature: Siri erkennt, welche Dateien sich in einem Ordner befinden und kann einen passenden Ordnernamen vorschlagen. Hat man in einem Ordner beispielsweise zahlreiche Screenshots für ein Siri-Review gesammelt und man klickt auf den Ordner, um ihm einen neuen Namen zu geben, schlägt Siri einen passenden Namen vor – etwa „Siri Review“ oder „Siri Screenshots“.

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Siri AI kann am Mac passende Ordnernamen vorschlagen.

Siri AI kann am Mac passende Ordnernamen vorschlagen.

Komplexe, mehrstufige Aufgaben

Die neue KI-Siri ist auch unter macOS 27 in der Lage, komplexe Kalendereinträge zu erstellen – etwa: „Trage mir am 3. Juli um 11 Uhr ein Meeting mit Florian im Café Leopold ein. Blocke mir die 30 Minuten vor dem Meeting und erinnere mich 3 Tage vor dem Termin an das Meeting.“

Siri AI hat mit solchen mehrstufigen Befehlen, die sich über mehrere Apps ziehen, keine Probleme. In diesem Fall werden die geforderten Kalendereinträge erstellt und eine Erinnerung in der Reminder-App angelegt. Es können übrigens auch ortsbezogene Reminder von der KI-Assistentin aufgesetzt werden.

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Siri AI kann am Mac aus einem Mail passende Reminder erstellen.

Siri AI kann am Mac aus einem Mail passende Reminder erstellen.

Personalisierter Kontext

Wenn es um das Durchsuchen von persönlichen Inhalten geht, ist Siri AI auch unter macOS 27 hilfreich. Auf die Anfrage „Ich habe im September einen Flug. Durchsuche meinen Kalender und meine Mails und zeige mir Details zu diesem Flug“ liefert die KI-Assistentin prompt die entsprechenden Informationen aus der Mail- und Kalender-App.

Fazit

Auch wenn wir in der EU die Siri AI nur auf Apple-Computern erhalten, kann die neue KI-Assistentin weitgehend überzeugen. Der Vorteil gegenüber anderen KI-Chatbots ist wieder auf die nahtlose Integration in das Betriebssystem zurückzuführen. Das Aufrufen mittels praktischer Shortcuts und das kleine Siri-Overlay machen die Apple-Assistentin zur ersten Anlaufstelle auf Mac-Computern. 

Was ich besonders hilfreich finde, sind der visuelle Kontext und das Zusammenfassen von Bildschirminhalten. Das funktioniert nicht nur zuverlässig, sondern geht mit dem Spotlight-Shortcut (CMD+Leertaste) auch in Windeseile über die Bühne. Auch abseits davon liefert Siri AI eigentlich stets vertrauenswürdige, ausführliche und nachvollziehbare Ergebnisse. 

Selbst bei komplexen Anfragen geht Siri AI nicht in die Knie und bringt brauchbare Antworten. Gefühlt sind die Pro-Versionen von Google Gemini sowie die hochwertigeren Modelle von ChatGPT ein klein wenig leistungsfähiger. Bei den meisten Prompts im Alltag fallen die Unterschiede aber marginal aus. 

Auf iPhones und iPads mit Siri AI müssen sich Apple-Nutzerinnen und -Nutzer in der EU noch gedulden. Wenn im Herbst die AI-Assistentin aber auch auf macOS 27 in der EU landet, sind zumindest einmal die Mac-Computer im KI-Zeitalter angekommen

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Florian Christof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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