iOS 27 ausprobiert: Alle neuen iPhone-Funktionen getestet

iOS 27 ausprobiert: Alle neuen iPhone-Funktionen getestet

© Florian Christof
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iOS 27 ausprobiert: Alle neuen iPhone-Funktionen getestet

Wie bereits im Vorfeld erwartet, setzt Apple in erster Linie auf KI-Funktionen, die sich durch nahezu alle Bereiche des iPhone ziehen.

Im Herbst wird iOS 27 auf den iPhones landen. Eine erste Developer-Vorschau des kommenden Betriebssystems ist bereits verfügbar. Auch wenn alle Neuerungen noch in Arbeit sind, gibt die iOS-27-Testversion einen verlässlichen Vorgeschmack, worauf sich iPhone-Userinnen und -User einstellen dürfen.

Wie bereits im Vorfeld erwartet, setzt Apple in erster Linie auf KI-Funktionen, die sich durch nahezu alle Bereiche des iPhone ziehen. Abseits davon gibt es einige kleinere neue Features und so manche Designänderung. Apple betonte bei der Präsentation auch, dass in iOS 27 zahlreiche Verbesserungen hinsichtlich der Performance, Fehleranfälligkeit und Energieeffizienz spürbar sein sollen.

Die neue Siri AI konnte ich für diesen ersten Test nicht ausprobieren, weil sie in der EU nicht verfügbar ist. Viele der angekündigten KI-Funktionen können aber dennoch hierzulande genutzt werden. 

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Die neue Wallet-App

Gute Nachrichten gibt es für jene, die am liebsten alle Karten und Tickets in der Wallet-App am iPhone ablegen möchten. Längst nicht alle Anbieter haben ihre Karten Wallet-fähig gemacht. Mit iOS 27 ist es deshalb jetzt möglich, selber Karten mit QR-Codes und Barcodes zu erstellen. Dafür gibt es verschiedene Vorlagen, bei denen man Namen, Kunden- oder Ticketnummer sowie Gültigkeitsdauer angeben kann. 

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iOS 27 Beta: In der Wallet-App kann man sich nun selber Karten mit Barcode und QR-Code erstellen.

iOS 27 Beta: In der Wallet-App kann man sich nun selber Karten mit Barcode und QR-Code erstellen. 

Der QR-Code oder Barcode der jeweiligen Karte wird einfach abfotografiert und für die virtuelle Karte in der Wallet-App übernommen. Das funktioniert einwandfrei. Praktisch ist auch, dass man die vorgegebenen Felder der Vorlagen bearbeiten, löschen oder neue Felder hinzufügen kann. Eine NFC-Karte kann leider nicht in Wallet übernommen werden - nur Karten mit QR-Codes oder Barcodes. 

Spannend wird sein, wie bei den Wiener Linien, der ÖBB und an der Billa- oder Spar-Kasse reagiert wird, wenn man ihnen künftig eine selbstgebastelte Karte hinhält. Solange der QR-Code beziehungsweise Barcode funktioniert, dürfte es zwar technisch kein Problem geben, manche Unternehmen schließen aber in ihren Nutzungsbedingungen die Vervielfältigung bzw. das Kopieren ihrer Karten und Tickets aus und erkennen die Gültigkeit der Duplikate dann nicht an. 

Mehr Details in der Wetter-App

Die Wetter-App zeigt unter iOS 27 deutlich mehr Details auf einen Blick. So kann man sich bereits auf der Überblicksseite den erwarteten Niederschlag sowie die prognostizierten Windkonditionen der nächsten Tage ansehen. Die bisherige Standardansicht bleibt als weitere Option erhalten. 

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iOS 27 Beta: Die Wetter-App bringt nun mehr Infos auf einen Blick.

iOS 27 Beta: Die Wetter-App bringt nun mehr Infos auf einen Blick. 

Das ist extrem praktisch, weil es deutlich mehr Übersichtlichkeit schafft. Man muss nun nicht mehr die einzelnen Tage öffnen, um die Detailprognosen zu erhalten. Das neue Design der Wetter-App spart zahlreiche Klicks und viel unnötiges Hin und Her.

Der heiß begehrte Liquid-Glass-Slider 

Der Umstieg auf das Liquid-Glass-Design im vergangenen Jahr wurde bekanntlich nicht von allen Apple-Nutzerinnen und -Nutzern gutgeheißen. Ein Jahr nach der Einführung des umstrittenen Erscheinungsbildes bringt Apple den sogenannten Liquid-Glass-Slider, mit dem sich die Transparenz stufenlos einstellen lässt. 

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iOS 27 Beta bringt einen lang erwarteten Liquid-Glass-Slider

iOS 27 Beta bringt einen lang erwarteten Liquid-Glass-Slider

Zu finden ist die Funktion unter dem neuen Eintrag "Appearance" (Aussehen) in den Einstellungen. Es ist natürlich eine willkommene Sache, dass man die Durchsichtigkeit der Schaltflächen und Elemente nun selbst in die Hand nehmen kann. Hätte Apple diesen Slider bereits im vergangenen Jahr integriert, hätte sich das Unternehmen viel Kritik erspart. 

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Design-Änderungen: Links iOS 27 Beta mit einer klaren Kontur des Menüfensters. Rechts iOS 26 ohne einer solchen Kontur.

Design-Änderungen: Links iOS 27 Beta mit einer klaren Kontur des Menüfensters. Rechts iOS 26 ohne einer solchen Kontur.  

Klareres Design

Neben dem Slider hat Apple noch an manchen Details des Erscheinungsbildes gefeilt. So sind die Overlay-Menüs mit deutlich besser erkennbaren Konturen ausgestattet. Damit heben sich diese Fenster besser vom Hintergrund ab, wodurch das Design allgemein verständlicher wirkt. 

Eine ähnliche Änderung gibt es bei den fließenden Übergängen, beispielsweise in der Einstellungen-App. Der Bereich ganz oben, wo "Settings" steht, war unter iOS 26 von einem Verlauf geprägt. Nun ist dieser Bereich klar abgetrennt, weshalb das Erscheinungsbild eindeutiger wirkt. 

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Design-Änderungen: Links iOS 27 Beta mit einer klaren Abgenzung des oberen Bildschirmteils, wo "Settings" steht. Rechts iOS 26 mit einem fließenden Übergang in diesem Bereich.

Design-Änderungen: Links iOS 27 Beta mit einer klaren Abgenzung des oberen Bildschirmteils, wo "Settings" steht. Rechts iOS 26 mit einem fließenden Übergang in diesem Bereich.   

Deutlich verbesserte Clean-up-Tool

Das Clean-up-Tool kennt man bereits von der ersten Apple-Intelligence-Tranche aus dem Jahr 2024. Restlos überzeugen konnte dieses Feature allerdings nicht. Mit iOS 27 wird das Clean-up-Tool auf ein neues Level gehoben, sodass es nun ein richtig leistungsstarkes KI-Werkzeug für die Fotobearbeitung darstellt. 

Für das Entfernen von störenden Objekten aus Fotos gibt es verschiedene Möglichkeiten. Mit "Auto" sucht das Tool selbstständig jene Teile, die entfernt werden sollen. Weil das nicht immer ein Volltreffer ist, kann man die störenden Objekte auch manuell markieren.

iOS 27 Beta: Das Clean-up-Tool ist deutlich besser geworden.

iOS 27 Beta: Das Clean-up-Tool ist deutlich besser geworden.

Für simple Aufgaben, etwa das Entfernen eines Luftballons vor einem weißen Hintergrund, kann man auf das "Fast"-Modell zurückgreifen. Diese Variante wird direkt am iPhone ausgeführt. Sie ist daher auch nicht allzu leistungsstark oder für schwierige Aufgaben geeignet. Die Ergebnisse sind dementsprechend. 

Wenn es um komplexere Aufgaben geht, sollte man auf alle Fälle das "High Quality"-Modell nutzen. Dabei wird das Bild per "Private Cloud Computing" (PCC) in einem Rechenzentrum bearbeitet und die gelöschten Partien entsprechend generiert. Beim ersten Ausprobieren liefert das neue Clean-up-Tool tatsächlich überraschend gute Ergebnisse.

iOS 27 Beta: Das Clean-up-Tool kann selbst mit äußerst komplexen Aufgaben wunderbar umgehen.

iOS 27 Beta: Das Clean-up-Tool kann selbst mit äußerst komplexen Aufgaben wunderbar umgehen.

Es ist in der Lage, die fehlenden Bildinhalte aus dem Kontext der Gesamtkomposition zu verstehen und so zu erstellen, dass die nachbearbeiteten Teile täuschend echt wirken. Die ursprüngliche Auflösung der Bilder wird nach dem Bearbeiten beibehalten. 

Nachdem ich das neue Löschwerkzeug mehrfach bei unterschiedlichsten Fotos angewandt habe, hinterlässt es einen absolut positiven Eindruck. Es ist tatsächlich beeindruckend, wie gut das neue "Clean-up"-Tool mit äußerst komplexen Aufgaben umgehen kann. 

Bildausschnitt vergrößern mit Extend

Ähnlich sieht es mit dem "Extend"-Tool aus. Mit diesem Werkzeug kann man einen Bildausschnitt vergrößern, sodass das originale Bild kleiner dargestellt wird, während die KI die direkte Umgebung des Fotos dazuerfindet. Dieser Vorgang wird auch per PCC erledigt, weshalb hierfür eine aktive Internetverbindung notwendig ist. 

iOS 27 Beta: Das Extend-Tool liefert absolut brauchbare Ergebniss.

iOS 27 Beta: Das Extend-Tool liefert absolut brauchbare Ergebniss.

Bei den allermeisten Beispielen, bei denen ich "Extend" angewandt habe, hat das Tool überraschend gut und zuverlässig funktioniert. Es generiert eine logische Erweiterung des Bildes und achtet dabei genau darauf, Verläufe, Muster und sonstige Merkmale beizubehalten. Wendet man "Extend" auf ein Foto an, wird man am Ende ein Bild mit einer Auflösung von 12 MP erhalten. 

Blickwinkel ändern mit Reframe

Das "Reframe"-Tool erstellt eine rudimentäre 3D-Kopie des Bildes. Befindet sich eine Person im Vordergrund, kann sie etwa hin- und hergeschoben werden. Gleichzeitig lässt sich das 3D-Abbild so verändern, als würde man bei der Aufnahme eine neue Perspektive wählen.

iOS 27 Beta: Reframe funktioniert weitgehend, ist aber noch ein bisschen ausbaufähig.

iOS 27 Beta: Reframe funktioniert weitgehend, ist aber noch ein bisschen ausbaufähig.

Das Reframe-Feature funktioniert weitgehend zuverlässig mit tatsächlich herzeigbaren Ergebnissen. Manchmal sind die abgebildeten Personen ziemlich verzerrt. Am besten eignet es sich für kleinere Korrekturen in recht simplen Kompositionen. Auch bei "Reframe" wird das Ergebnis stets auf eine Auflösung von 12 MP heruntergerechnet. 

Gibt es ein Wasserzeichen?

Ein sichtbares Wasserzeichen auf den bearbeiteten Bildern gibt es nicht. Das sei deswegen, weil die sichtbaren Wasserzeichen meist mit wenigen Handgriffen entfernt werden können, wie Apple erklärt. In den Metadaten befindet sich aber sehr wohl eine Angabe dazu. "Modified with Clean-up" ist dort zu lesen. 

Apple hat auch angekündigt, dass bearbeitete Bilder künftig mittels SynthID ausgewiesen werden sollen. Auch eine Möglichkeit, KI-bearbeitete Bilder am iPhone zu erkennen, soll es künftig geben. Aktuell in der Beta-Version von iOS wird SynthID noch nicht angewandt. 

Ich habe beispielsweise bei Gemini nachgefragt, ob ein Foto, das ich mit "Extend" bearbeitet habe, mit einem AI-Tool verändert wurde. Gemini hat das nicht als solches erkannt. Der Google-Chatbot hat mir mitgeteilt: "Rein optisch deutet hier alles auf ein ganz normales, authentisches Foto hin."

Neue Playground-App

Ebenso sollen künftig alle Bilder per SynthID markiert werden, die mit der neuen Playground-App generiert werden. Die Anwendung, mit der man Bilder mittels Texteingabe erstellen kann, war bereits 2024 an den Start gegangen - mit mäßigen Ergebnissen. Nun wurde die Playground-App von Grund auf neugestaltet, sodass sie wesentlich bessere Bilder liefert. 

Die Qualität der generierten Bilder kommt aber immer noch nicht an Google Gemini oder ChatGPT heran. Je nach Vorgabe können aber durchaus brauchbare Bilder herauskommen. Bei der Bilderstellung können verschiedene Stile gewählt werden, von künstlerischen Malereien und Zeichnungen bis hin zu täuschend echten Fotos.

iOS 27 Beta: Die Playground-App funktioniert nun besser, es ist aber immer noch Luft nach oben.

iOS 27 Beta: Die Playground-App funktioniert nun besser, es ist aber immer noch Luft nach oben. 

In der Playground-App kann man auf bestehende Bilder in seiner Galerie zurückgreifen und sich beispielsweise einen Elefanten auf den Kopf setzen lassen, anderweitige Sachen anstellen oder Korrekturen vornehmen. Apple hat sich aber bewusst dagegen entschieden, die Playground-App mit der Fotos-App zu verknüpfen.

So bleibt Playground - wie die Bezeichnung bereits vorweg nimmt - ein Spielplatz, um mit Bildern und den KI-Werkzeugen herumzuspielen. Im Gegensatz dazu soll die Foto-App eine Anwendung für Fotografie bleiben. Die dortigen AI-Tools sollen nur zur Korrektur dienen. 

Tägliche Limits für KI-Tools

Apple hat bei der WWDC-Keynote kurz und knapp angekündigt, dass manche KI-Anwendungen einem täglichen Limit unterliegen werden. Mit kostenpflichtigen Abos bei iCloud+ erhält man höhere "Daily Usage Limits". Genauere Angaben dazu wollte sich Apple auf mehrfacher Nachfrage nicht entlocken lassen. 

Eines wurde aber deutlich: Die Basisfunktionen der neuen Siri AI sowie wenig rechenintensive KI-Anwendungen werden keinem Tageslimit unterliegen. Rechenintensive Vorgänge, wie beispielsweise das Generieren von Bildern oder die neuen Foto-Tools "Extend" und "Reframe", werden aber nicht unbegrenzt genutzt werden können. 

Apple möchte sich zu einem späteren Zeitpunkt noch genauer dazu äußern, wie die Grenze zwischen "kostenlos" und "begrenzt verfügbar" gezogen wird. Während der Beta-Phase von iOS 27, die voraussichtlich bis zum Herbst geht, wird es jedenfalls kein Tageslimit geben. Das soll Apple helfen zu lernen, wie die Leute die neuen KI-Tools nutzen und anwenden.

Safari-Extensions und Shortcuts bauen

Mit den KI-Neuerungen hat Apple einige Vibe-Coding-Funktionen eingebaut. Apple windet sich jedoch darum, diese Features als "Vibe Coding" zu bezeichnen. Vielleicht deswegen, weil es ein bisschen kompliziert klingt. Stattdessen nennt Apple das Feature "Describe an Extension". Eine Erweiterung zu beschreiben, trifft es genauso gut und ist vielleicht allgemein verständlicher. 

Beschreiben lassen sich etwa Erweiterungen, die man sich von Safari wünscht sowie Shortcuts, mit denen man Aufgaben automatisieren lassen kann. Mit einer Beschreibung in natürlicher Sprache habe ich mir eine Erweiterung in Safari gebaut, mit der ich Links speichern kann, um sie später zu lesen. Das hat einwandfrei funktioniert - und zwar sowohl am iPhone als auch am Mac und am iPad. 

iOS 27 Beta: Safari-Extensions kann man nun selber bauen - einfach in natürlicher Sprache beschreiben und die KI porgrammiert die Erweiterung.

iOS 27 Beta: Safari-Extensions kann man nun selber bauen - einfach in natürlicher Sprache beschreiben und die KI porgrammiert die Erweiterung.

Bei der Shortcuts-App funktioniert das genauso gut. Mir war die Bedienung dieser Anwendung bislang immer ein bisschen zu sperrig, alles wirkte super kompliziert. Nun habe ich der Shortcuts-App einfach mitgeteilt, dass ich jeden Tag eine kurze Nachricht haben möchte, welche Partien bei der Fußballweltmeisterschaft anstehen.

In dieser Nachricht soll auch erwähnt werden, welchen Rang die jeweiligen Länder auf der FIFA-Weltrangliste einnehmen. Die Erstellung des Shortcuts hat überraschend gut funktioniert, mein tägliches FIFA-Briefing sieht genauso aus, wie ich es beschrieben habe. In den Einstellungen des Shortcuts können im Nachhinein noch die Details angepasst werden.

iOS 27 Beta: Shortcuts lassen sich nun in natürlicher Sprache beschreiben.

iOS 27 Beta: Shortcuts lassen sich nun in natürlicher Sprache beschreiben. 

Es kann sich noch vieles ändern.

Wie es um die neue Siri AI steht, werde ich in einem eigenen Artikel genauer beschreiben. Ein Fazit der Software-Verbesserungen lässt sich in einer frühen Beta schwer ziehen, da sich die Software ja noch in Arbeit befindet.

Außerdem sei erwähnt, dass alle oben getesteten Funktionen aus der Developer-Preview der iOS 27 Beta stammen. Es ist also eine frühe Testversion, bei der sich bis zur Veröffentlichung des fertigen Betriebssystems noch vieles ändern kann.

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Florian Christof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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Florian Christof

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