Ein älterer Mann mit Brille hebt die Hand an sein Gesicht und blickt nach vorne.

Tim Cook verabschiedet sich bei der WWDC von seinem Chefposten bei Apple.

© APA/AFP/JOSH EDELSON / JOSH EDELSON
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Zu Besuch bei Apple: Ein Abschied mit Tränen

Die Apple-Zentrale in Cupertino im Silicon Valley ist so riesig, dass man sie beim Anflug auf San Francisco schon von weitem aus dem Flugzeug erkennt. Das kreisrunde „Raumschiff“, wie es vielfach bezeichnet wird, erinnert an eine futuristische Stadt aus einem Science-Fiction-Film. Neben dem Haupttrakt gibt es einige unterirdische Event-Räumlichkeiten und mehrere kleine Wäldchen, die von Pfaden durchzogen sind, die von Mitarbeitern gerne zum Joggen genutzt werden. 

Einmal im Jahr öffnet das Unternehmen die Pforten zum Apple Park und lädt zur Entwicklerkonferenz WWDC (World Wide Developer Conference). Vor Journalisten, Partnern und Entwicklern werden dabei die anstehenden Neuerungen für iPhones, iPads und Mac-Computer präsentiert.

Apple Worldwide Developers Conference in Cupertino

Apple Worldwide Developers Conference in Cupertino

Es geht bei der Veranstaltung weniger um neue Geräte. Im Mittelpunkt steht die Software. Das Hauptaugenmerk liegt auf iOS 27, das als Update auf das iPhone kommt. Bis dahin haben die Entwicklerinnen und Entwickler Zeit, ihre Apps für die Neuerungen und die hinzukommenden Funktionen anzupassen.

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Ein Abschied mit Tränen

Den Startschuss zur WWDC stellte die Keynote am Montag dar. Bei der aufwendig inszenierten Show im Apple Park wird nichts dem Zufall überlassen: Sicherheitskontrollen wie am Flughafen, ein strikter Sitzplan und damit wirklich nichts schiefgeht, ist der Großteil der Präsentation ein vorher aufgezeichneter Film. 

Dieses Jahr stand die Keynote unter einem ganz besonderen Stern: Es war nämlich der letzte große Auftritt des scheidenden Apple-CEO Tim Cook. Nachdem der langjährige Chef des iPhone-Herstellers die Grußworte an das Publikum gerichtet hatte, wurde er sichtlich emotional und wischte sich mehrfach das Wasser aus den Augen

Er bedankte sich „bei allen, die diese unglaubliche Reise möglich gemacht haben“, sagte Cook wiederholt und blickte kurz auf seine 15 Jahre als Apple-CEO zurück, um anschließend seine letzte WWDC zu eröffnen.

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Sichtlich gerührt hat Tim Cook seine letzte WWDC eröffnet.

Sichtlich gerührt hat Tim Cook seine letzte WWDC eröffnet.

All die gezeigten Neuerungen werden Cook nur mehr am Rande tangieren. Er bleibt Apple als Verwaltungsrat erhalten. Umsetzen wird die angekündigten Neuerungen John Ternus, der mit 1. September den Chefposten beim iPhone-Hersteller übernehmen wird.

Alles auf KI

Nachdem Apple beim Thema Künstliche Intelligenz gegenüber der Konkurrenz ins Hintertreffen geraten ist, setzt das Unternehmen dieses Jahr alles auf die KI-Karte. Den Dreh- und Angelpunkt von „Apple Intelligence“, wie der iPhone-Hersteller seine KI-Funktionen bezeichnet, bildet die rundum erneuerte Sprachassistentin Siri, die nun Siri AI heißt.

Mit dem anstehenden iOS 27 bekommt Siri AI erstmals eine eigene App, die ähnlich aufgebaut ist wie die bekannten KI-Chatbots ChatGPT von OpenAI oder Gemini von Google. Apple stellt jedoch die Personalisierung der KI-Siri in den Fokus. Die KI hinter der aufgemöbelten Sprachassistentin soll demnach jederzeit erkennen können, was die Nutzerinnen und Nutzer gerade benötigen und wie ihnen Siri AI in den jeweiligen Situationen helfen kann.

Den iPhone-Kunden in EU-Ländern wird die neue Siri vorerst nicht unter die Arme greifen. Denn Siri AI ist tief ins System integriert. Wegen der EU-Regeln müsste dann Apple das  iPhone ebenso umfangreich für KI-Assistenten anderer Unternehmen öffnen.

Und bevor man das macht, verzichtet Apple lieber auf Siri AI in der EU. Das Unternehmen begründet dies mit Sicherheit und Datenschutz. Man arbeite aber mit der EU an einer Lösung.

Eindrücke vom Apple Park im Rahmen der WWDC 2026

Hinweisschilder am Apple Park haben dasselbe Design wie die Inhalte auf einem iPhone.

Design im Detail

Kurz nachdem auf der Bühne die Schlussworte gesprochen wurden, werden die anwesenden Gäste freundlich aber umgehend aus dem Apple Park geleitet. Zum Teil wird man dabei mit Golfwagerln über das Gelände kutschiert und erhält einen kleinen Eindruck von der spektakulären Architektur der kreisrunden Hauptzentrale. 

Dass Apple sein kompromisslos stringentes Design sogar bis ins kleinste Detail durchsetzt, ist unter anderem auf den Wegweisern und Hinweisschildern zu sehen. Schriftart, Piktogramme und Symbole sind nämlich in derselben Bildsprache gehalten, die man auch auf einem iPhone-Bildschirm zu sehen bekommt.

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Florian Christof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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Florian Christof

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