Der Festkörperakku von Donut Lab
Erster “serienreifer Festkörperakku” ist Betrug, sagt Svolt-Chef
Anfang Jänner 2026 kündigte das finnische Startup “Donut Lab” bei der Elektronikmesse CES die Markteinführung des weltweit ersten serienreifen Festkörperakkus an und sorgte damit für Aufsehen.
Der CEO von Svolt, Hongxin Yang, hält von dieser Ankündigung aber nicht viel. Er hat den “serienreifen Festkörperakku” von Donut Lab als Betrug bezeichnet, wie Carnewschina berichtet. Svolt ist ein chinesischer Batteriehersteller, der aus dem Automobilkonzern GWM hervorging.
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Der Akku von Donut Lab
Der von Donut Lab angekündigte Festkörperakku soll eine Energiedichte von 400 Wattstunden pro Kilogramm erreichen. Zum Vergleich: Aktuelle E-Auto-Batterien kommen auf rund 250 Wh/kg.
Der Donut-Lab-Akku soll sich in 5 Minuten vollständig laden lassen. Zudem wird eine Lebensdauer von bis zu 100.000 Ladezyklen in Aussicht gestellt. Innerhalb eines Temperaturbereichs von -30 bis +100 Grad Celsius soll der Akku eine Kapazitätserhaltungsrate von über 99 Prozent aufweisen.
Für Aufmerksamkeit sorgte vor allem auch die Ankündigung, dass das Unternehmen bereits über eine Massenproduktionskapazität im Gigawattstunden-Bereich verfüge. Laut Donut Lab könne man den Akku damit bald weltweit anbieten.
“Gibt es nicht”
Woraus der Akku besteht, also die Kernmaterialien, wurde nicht bekannt gegeben. Jedenfalls sollen dafür aber keine seltenen Erden oder Lithium nötig sein. Auch andere spezifische technische Details in Bezug auf den Festkörperakku bleiben vorerst geheim. Die Kosten des Akkus sollen unter jenen von den derzeit geläufigen Lithium-Ionen-Batterien liegen.
Aktuell hat es noch kein Unternehmen auf der Welt geschafft, das Stadium der Massenfertigung bei Festkörperakkus zu erreichen. Deshalb ist Yang skeptisch gegenüber den Ankündigungen: „Diese Batterie gibt es gar nicht auf der Welt, alle Parameter widersprechen sich. Jeder, der auch nur über grundlegende Kenntnisse dieser Technologie verfügt, würde denken, dass es sich um einen Betrug handelt“, sagte Yang.
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Hype um Feststoffbatterien
Darüber hinaus sei es laut Yang zu früh für die Massenfertigung von Festkörperbatterien. Er kritisiert den Hype rund um Festkörperbatterien, der nicht nur in der Branche, sondern auch auf Kapitalmärkten zu beobachten sei. Sein Unternehmen Svolt hat im November 2025 verkündet, die Entwicklung der ersten Generation von “semi-solid-state-Batterien” abgeschlossen zu haben. Diese Batterie soll eine Energiedichte von 270 Wh/kg erreichen.
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Der Start der Massenfertigung ist für dieses Jahr geplant. Aktuell arbeitet Svolt an einer zweiten Generation von Semi-solid-state-Batterien. Toyota hat beispielsweise angekündigt, 2030 die Massenfertigung der ersten Solid-State-Batterie zu starten.
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