Drei faltbare Samsung-Smartphones in verschiedenen Farben, eines aufgeklappt.
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Samsung präsentiert neue Falt-Handys: Alles anders bei den Folds

Samsung hat am Mittwoch bei seinem traditionellen sommerlichen Unpacked-Event, das diesmal in London stattfindet, neue Handys mit faltbaren Displays vorgestellt. In diesem Jahr erscheinen erstmals 3 Modelle. Konkret sind das:

  • Galaxy Z Fold8
  • Galaxy Z Fold8 Ultra
  • Galaxy Z Flip8

Galaxy Z Fold8: „Wide“ wird Normalität

Das reguläre Fold8 ist jetzt das, was im Vorfeld als „Wide“ bezeichnet wurde. Es kommt im Unterschied zu früheren Folds in einem neuen Seitenverhältnis, das vor allem im aufgeklappten Zustand sinnvoll sein soll. Aufgeklappt bietet das Gerät einen großen Screen im Format 4:3 bei einer Diagonale von 7,6 Zoll. Damit verändert sich das Verhältnis des Front-Displays ebenso; dieses beträgt nun 10:16.

Im Vergleich zur gewohnten Fold-Bauweise bedeutet das, dass beim Betrachten von Widescreen-Videos weniger schwarze Ränder entstehen. Werden Fotos zudem im üblichen Seitenverhältnis von 4:3 aufgenommen, lassen sie sich anzeigefüllend auf dem großen Falt-Screen betrachten. Um die Darstellung besonders prächtig zu gestalten, hat Samsung die maximale Helligkeit des Hauptbildschirms auf 3.000 Nits (Peak) gesteigert. 

Laut Samsung ist das Bildformat auch sinnvoll, wenn man das Handy nicht quer, sondern hochkant hält. Dann soll es sich optimal für das Browsen im Web oder das Lesen von E-Books eignen.

Vermutlich um sich vom Ultra-Modell abzuheben, hat sich Samsung beim regulären Fold dafür entschieden, nur 2 Kameras zu verbauen. Neben der Standard-Kamera gibt es noch eine Ultraweitwinkel-Kamera; die Auflösung liegt jeweils bei 50 Megapixeln.

Galaxy Z Fold8 Kameras

Der Akku ist mit 4.800 mAh um 400 mAh größer als jener des Fold7 und Fold6. Dabei setzt Samsung auf eine Silizium-Kohlenstoff-Anode. Technisch ist das weiterhin ein Lithium-Ionen-Akku, das Silizium ermöglicht aber die Kapazitätssteigerung, ohne dass die Bauform wesentlich vergrößert werden muss. 

Theoretisch würde die Technik noch höhere Kapazitätsgewinne ermöglichen, Samsung ist hier aber offenbar eher vorsichtig. Vielleicht, weil man keinesfalls ein Note-7-Desaster wiederholen will. Diese Akkutechnologie kommt übrigens bei allen neuen Samsung-Falthandys zum Einsatz.

Das Fold kann schnell geladen werden. Bis zu 45 W sind kabelgebunden möglich, kabellos sind es 20 W. Konkret bedeutet das beim regulären Fold, dass man in 30 Minuten von 0 auf 65 Prozent laden kann.

Hier die Preise des Samsung Galaxy Fold8 für alle Varianten:

  • Fold8 (16+1TB): 2.599 Euro
  • Fold8 (12+512GB): 2.199 Euro
  • Fold8 (12+256GB): 1.999 Euro
Zwei aufgeklappte Samsung-Falthandys werden von Händen gehalten.

Galaxy Z Fold8 Ultra

Das Fold in der gewohnten Bauform wird bei der aktuellen Serie jetzt zum „Ultra“-Modell. Rechtfertigen soll diesen Zusatz (und den höheren Preis) in erster Linie das Kamera-Setup. 

Es ist das einzige Modell der Fold8-Serie, das zusätzlich über eine Tele-Linse verfügt. Die Hauptkamera hat 200 Megapixel. Bei der Ultra-Weitwinkel sind es 50 und bei der Tele 10 Megapixel. 

Die Bauform ist im Vergleich zum Vorgänger annähernd gleich geblieben; das Gerät ist nur unmerklich dünner und leichter. Deutlichere Unterschiede (24 Gramm leichter und 1,5 mm dünner) ergeben sich nur im Vergleich mit dem Vorvormodell Fold6, auf das Samsung auch verweist. Offiziell wird dies damit begründet, dass Nutzer eher alle 2 Jahre anstatt jedes Jahr ihr Handy wechseln.

Der Akku hat eine Kapazität von 5.000mAh. Keine Unterschiede zwischen dem regulären Fold und dem Ultra gibt es beim Chip. Beide kommen mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy.

Hier die Preise des Samsung Galaxy Fold8 Ultra für alle Varianten:

  • Fold8 Ultra (16+1TB): 2.799 Euro
  • Fold8 Ultra (12+512GB): 2.399 Euro
  • Fold8 Ultra (12+256GB): 2.199 Euro
2 Samsung Falt-Handys aufgeklappt nebeneinander

Galaxy Z Fold8 Ultra und Galaxy Z Fold8

Galaxy Z Fold8 Ultra vs Galaxy Z Fold8

Die Unterschiede im Überblick

Innendisplay

  • Galaxy Z Fold8 Ultra: 8,0 QXGA+ Dynamic AMOLED faltbares Display mit 120 Hz.
  • Galaxy Z Fold8: 7,6 QXGA+ Dynamic AMOLED faltbares Display (ebenfalls 120 Hz).

Außendisplay (Cover-Screen)

  • Galaxy Z Fold8 Ultra: 6,5 FHD+ Dynamic AMOLED 2X mit 120 Hz.
  • Galaxy Z Fold8: 5,5 FHD+ Dynamic AMOLED 2X mit 120 Hz.

Kamerasystem auf der Rückseite

  • Galaxy Z Fold8 Ultra: Triple-Setup mit 200 MP Weitwinkel-Hauptlinse, 10 MP Teleobjektiv und 50 MP Ultra-Weitwinkel.
  • Galaxy Z Fold8: Dual-Setup bestehend aus einer 50 MP Weitwinkel- und einer 50 MP Ultra-Weitwinkel-Linse.

Akku & Laden

  • Galaxy Z Fold8 Ultra: 5.000 mAh Akku mit 45 W Schnellladen und 20 W kabellos (inklusive Wireless PowerShare).
  • Galaxy Z Fold8: 4.800 mAh Kapazität, lädt ebenfalls mit 45 W über Kabel und 20 W drahtlos (inklusive Wireless PowerShare).

Das steckt in beiden Modellen

  • Chip: Unter der Haube werkelt jeweils der Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy.
  • Frontkameras: Sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Innenseite kommt jeweils eine 10-MP-Kamera zum Einsatz.
  • Robustheit: Beide Geräte sind nach IP48 wasserresistent zertifiziert. Das Gehäuse besteht aus Advanced Armor Aluminium, geschützt durch kratzfestes Corning Gorilla Glass Ceramic3 und Gorilla Glass Victus2.
  • Software & AI: Ausgeliefert mit One UI 9.0 (auf Basis von Android 17.0). Mit an Bord ist Galaxy AI inklusive Now Brief, Now Bar sowie Multitasking-Features wie Flex-Modus, Multi-Window und der Taskbar.
  • Speichervarianten: Je nach Konfiguration sind die Geräte mit 256 GB, 512 GB oder bis zu 1 TB internem Speicher sowie wahlweise 12 GB oder 16 GB RAM ausgestattet.

Preis

  • Galaxy Z Fold8 ab 1.999 Euro UVP
  • Galaxy Z Fold8 Ultra ab 2.199 Euro UVP

Galaxy Z Flip8

Am wenigsten verändert sich beim Flip. Das ist wie gewohnt das „Lifestyle“-Modell, das aufgeklappt das Format eines normalen Handys hat. Horizontal mittig kann man es zusammenklappen und so eine Art modernes Flip-Phone daraus machen. 

Im Vergleich zu den Vorgängern wird das Flip minimal dünner (6,1 mm auf- und 13,1 mm zugeklappt) und leichter (180 g). Auch wenn sich äußerlich nicht viel ändert, kann das Flip im Vergleich zu den aktuellen Folds mit einer Besonderheit aufwarten. So kommt dieses als einziges Falt-Handy mit einem Chip aus Samsungs hauseigener Serie. Verbaut ist der Samsung Exynos 2600, der im 2-nm-Verfahren gefertigt ist.

Hier die Preise des Samsung Galaxy Flip8 für alle Varianten:

  • Flip8 (12+512GB): 1.499 Euro
  • Flip8 (12+256GB): 1.299 Euro
Person hält ein aufgeklapptes Samsung-Falthandy mit großem Display in der Hand.

Galaxy Z Flip8: Specs

  • Hauptdisplay: 6,9 FHD+ Dynamic AMOLED 2X Flex Display mit 120 Hz
  • Cover-Display: 4,1 HD Super AMOLED Cover Display mit 120 Hz
  • Hauptkamera: Dual-Kamera: 50 MP Weitwinkelobjektiv + 12 MP Ultra-Weitwinkelobjektiv
  • Frontkamera: 10 MP
  • Akku: 4.300 mAh Akku mit 25 W Schnellladen mit Kabel und 15 W kabellos, Wireless PowerShare
  • Wasserresistenz: Wasserresistent dank IP48-Zertifizierung
  • Prozessor: Samsung Exynos 2600 (2 nm)
  • Material: Kratzfestes Corning Gorilla Glass Victus2 und Advanced Armor Aluminium
  • AI: Galaxy AI mit Now Brief und Now Bar
  • Funktionen: FlexCam, Flex-Modus und Multi-Window
  • Interner Speicher: 256 GB / 512 GB
  • Arbeitsspeicher: 12 GB RAM
  • Preis: ab 1.299 Euro UVP

Galaxy Watch9 und Watch2 Ultra

Zudem hat Samsung neue Smartwatches präsentiert. Das neue Standard-Modell ist die Galaxy Watch9 für den Alltag. Die in den Größen 40 mm und 44 mm angebotene Aluminium-Uhr setzt erstmals auf den Qualcomm-Prozessor SDW6100 im 3-nm-Verfahren, der für flüssigere Bedienung und höhere Effizienz sorgen soll. 

Zwei Hände berühren zwei faltbare Samsung-Handys neben zwei Smartwatches.

Samsung Galaxy Watch8 Ultra (oben) und Galaxy Watch8

Zusammen mit einem bis zu 3.000 Nits hellen Super-AMOLED-Display unter Saphirglas und vergrößerten Akkus (390 mAh bzw. 445 mAh) verspricht der Hersteller spürbar mehr Ausdauer beim täglichen Tracking. Im Fokus der Software stehen erweiterte Gesundheitsfunktionen wie Sleep Apnea 2.0 zur Schlafanalyse, ein zusammenfassender Heart Health Score sowie die direkte Integration von Google Gemini zur Sprachsteuerung direkt am Handgelenk. Die Watch9 ist ab 409 Euro erhältlich.

Das neue Luxus-Modell ist die Galaxy Watch Ultra2, die auf ein Titan-Gehäuse in 47 mm Größe setzt. Das 1,52 Zoll große Touch-Display erreicht eine Spitzenhelligkeit von 5.000 Nits, um selbst bei direkter Sonneneinstrahlung optimal lesbar zu bleiben. Angetrieben vom selben 3-nm-Qualcomm-Chip und einem 800 mAh starken Akku ist die Uhr auf lange Touren ausgelegt. Die Watch Ultra2 ist ab 749 Euro zu haben.

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Thomas Prenner

ThPrenner

KURIER-futurezone Chefredakteur. Beschäftigt sich viel mit Dingen, die man täglich nutzt und schreibt darüber. Sitzt außerdem gerne am Fahrrad.

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