Amazon schickt Kunden Rechnungen in Milliardenhöhe
Rechnungen zu bekommen macht nie Spaß. Rechnungen über mehrere Milliarden Dollar zu bekommen, wenn man mit mickrigen Cent-Beträgen rechnet, macht wahrscheinlich besonders wenig Spaß. Genau diesen Schock-Moment haben einige Kundinnen und Kunden von Amazons Webservice (AWS) erlebt.
In ihrer Not suchten viele Betroffene Zuspruch auf X und zeigten ihre Rechnungen. So teilte ein Nutzer eine E-Mail von AWS in der er darüber informiert wurde, dass seine monatliche Obergrenze von 10 Dollar überschritten wurde - um ca. 14 Milliarden Dollar. Ein anderer User hatte sein Limit auf 31,50 Dollar gesetzt und darf laut AWS mit Kosten von über 110 Milliarden Dollar rechnen.
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Bill Radjewski, Betreiber der Webseite CollegeFootballData.com, teilte Wired mit, er bezahle in der Regel maximal 0,02 Dollar pro Monat. Die neue Schätzung belief sich auf fast 1,5 Milliarden Dollar.
Für einen Reddit-User waren das aber nur Peanuts. Sein Konto zeigte Kosten in Höhe von mehr als 7 Billionen Dollar an. Das ist mehr als das Doppelte des aktuellen Marktwerts von Amazon - der liegt bei 2,69 Billionen Dollar.
AWS gibt Entwarnung
AWS reagierte schnell und teilte ebenfalls via X mit, dass es Probleme mit der globalen Version der „Billing and Cost Management Console“ gebe. Betroffen seien die geschätzten Kosten und die Nutzungsdaten. Man habe versucht, kürzliche Änderungen zurückzusetzen, das habe aber nicht geholfen.
Das Versenden von Rechnungen wurde in der Zwischenzeit ausgesetzt. Dabei stellte AWS klar: „Die angezeigten geschätzten Rechnungsbeträge spiegeln nicht die tatsächliche Nutzung und die anfallenden Kosten wider.“ Es seien keine Maßnahmen erforderlich.
Inzwischen konnte AWS den Fehler beheben und die Kostenberechnungen und Nutzerdaten werden wieder korrekt ausgegeben. Was den Fehler ausgelöst hat und wie die enormen Summen zustande kamen, hat AWS bisher nicht mitgeteilt. Die falschen Rechnungen wurden zwischen 16. und 17. Juli versandt. Wer in dieser Zeit eine Rechnung mit ähnlichen Fantasie-Zahlen erhalten hat, kann jetzt mit der Konsole überprüfen, ob die Kosten korrigiert wurden.
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