Zwei hellblaue Smartphones liegen mit dem Display nach unten auf einem Tisch

Das "People's Pixel" und das "Pixel 8 Pro" sind optisch fast ident

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Nordkorea hat das Google Pixel 8 Pro geklont

Wenn aktuell Bilder eines neuen „Pixel“-Handys auftauchen, würde man wohl Leaks von Googles künftigem Pixel 11 erwarten. Was wohl die wenigsten auf dem Bingo-Zettel für dieses Jahr hatten, ist ein „Pixel 8 Pro“-Klon aus Nordkorea.

Genau der ist aber jetzt unter dem Namen „People's Pixel“ (Pixel des Volkes) aufgetaucht, berichtet Noteboockcheck. Ein chinesisches Video vergleicht die beiden Geräte: 

Die Pixel-8-Reihe ist 2023 erschienen, am Nabel der Zeit bewegt sich der Nachbau also nicht. Scheinbar wurde aber nur die Optik übernommen, diese dafür fast exakt. Das charakteristische Kameramodul, die matte Glasrückseite und die blaue Farbvariante „Bay“ des Pixel 8 Pro wurden täuschend echt kopiert. 

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Mehr RAM und neuer Chip

Den Berichten zufolge bleibt es bei den optischen Ähnlichkeiten. Verbaut ist demnach ein MediTek Dimensity 7050 Prozessor, beim echten Pixel ist es ein Google Tensor G3. Auf dem Papier bringt der MediTek Dimensity 7050 zwar weniger Leistung als der Tensor G3 mit, hat aber eine bessere Kühlung. Mit 16 GB RAM und 256 GB Speicher soll das Pixel aus Nordkorea die Google-Version übertreffen. Die war lediglich mit 12 GB RAM ausgestattet.

Das Gerät ist minimal kleiner als das Pixel 8 Pro. Das Display löst nur mit 1.080 x 2.400 Pixel auf, also deutlich schlechter als die originalen 1.344 x 2.992 Pixel. Auch soll es nicht mehr als 60 Hz schaffen, gaukelt dem Betriebssystem aber 120 Hz vor.

Laut Notebookcheck wird hochfrequentes PWM-Dimming verwendet, wodurch es augenschonender ist als das originale Pixel 8 Pro. Pixel-Handys haben eine PWM-Frequenz von 240 Hz, erst das Pixel 10 lässt auf 480 Hz erhöhen. Andere Handys bieten PWM-Dimming im Tausender-Bereich an. Dabei schaltet sich das Display in sehr kurzer Frequenz ein und aus. Je höher diese ist, desto weniger wird der Wechsel von den Augen wahrgenommen, was die Augen schont.

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Bessere Makroaufnahmen möglich

Die überraschendste Änderung findet sich bei der Kamera, für deren Qualität Pixel-Geräte eigentlich bekannt sind. Die Nordkorea-Variante hat dem 3 Jahre alten Gerät ein Update verpasst. So wurde eine 50-Megapixel-Hauptkamera von Omnivision und eine 50-MP-Ultraweitwinkelkamera von Samsung verbaut, die an das Nothing Phone 3 erinnern. Die 50-MP-Telelinse hat zwar nur 3-fach optischen Zoom (das Pixel 8 Pro hat 5-fachen), dafür aber eine Naheinstellgrenze für Makrofotos von nur 15 cm. Das Pixel 8 Pro braucht fast einen Meter Abstand. Die Frontkamera des Nachbaus stammt von Samsung und hat 32 MP - deutlich mehr als die 10,5 MP des Originals. 

Das Gerät wird mit einem entsperrten Bootloader geliefert. Das heißt, darauf lässt sich ein beliebiges Betriebssystem installieren. Insbesondere diese Tatsache wirft Zweifel darüber auf, ob das „People's Pixel“ tatsächlich in Nordkorea vertrieben wird. Dort gelangen laut Winfuture vor allem Billiggeräte aus China mit neuen Labels und staatlich kontrollierter Software auf den Markt. Dass sich hier ein beliebiges Betriebssystem installieren lässt, ist also ungewöhnlich. Denkbar ist, dass Nordkorea solche Geräte in China produzieren lässt und erst danach im eigenen Land die staatliche Software aufspielt, bevor das „Volks-Pixel“ unters Volk gebracht wird.

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