Nothing Headphone (a) im Test: Auffallen zum niedrigen Preis
Nothing hat sich in den vergangenen Jahren mit einem aufsehenerregenden Smartphone-Design einen Namen gemacht. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, setzt der britische Hersteller bei seinen Handys unter anderem auf eine transparente Handy-Rückseite mit leuchtenden Elementen. Aus derselben Feder stammen die Nothing Headphone (a), die das Unternehmen gerade eben präsentiert hat.
Dabei drängt sich umgehend die zentrale Frage auf: Müssen Kopfhörer ein ähnlich auffälliges Design haben wie ein Smartphone? Ich habe die Nothing-Kopfhörer in den vergangenen Tagen ausgiebig testen können und bin unter anderem dieser Frage nachgegangen. Neben dem unverkennbaren Erscheinungsbild sollen die hohe Akkulaufzeit, die aktive Geräuschunterdrückung sowie der niedrige Preis die Highlights der Headphone (a) sein.
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Tragekomfort und Funktionstasten
Der Tragekomfort ist sehr hoch. Die Polsterungen am Ohr sowie am Kopfbügel bestehen aus Memory-Schaum und sind angenehm. Angenehm ist für mich auch die Passform. Der Kopfhörer findet bei mir einen guten Halt, ohne dass er zur Kopfpresse wird. Workouts im Gym gehen sich damit bestimmt aus. Beim Laufen hätte ich aber Angst, dass mir der Kopfhörer zu Boden fällt oder zumindest permanent lästig verrutscht.
Was mir bei den Headphone (a) besonders gut gefallen hat, sind die Funktionstasten am Kopfhörer. Bei Over-Ear-Kopfhörern bin ich wahrlich kein Fan von Wischen, Tippen oder ähnlichen Gesten. Und zwar deswegen, weil ich in der Regel die korrekten Gesten vergesse und dann alle Einstellungen durcheinanderbringe. Außerdem entsteht durch das Berühren des Gehäuses meist ein unangenehm lautes Geräusch im Ohr.
Die Tasten an den Headphone (a) sind alle unterschiedlich gestaltet und klar definiert. Auf diese Weise ist eindeutig, welche Funktion auf welcher Taste liegt. Praktischerweise lässt sich die Tastenbelegung auch in der dazugehörigen Nothing-X-App je nach Vorlieben selbst einstellen.
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Screenshot der Nothing X App auf einem iPhone
© Florian Christof
Praktische Funktionen in der App
In der App gibt es auch einen Equalizer und dort werden auch die Updates durchgeführt. Vollzugriff auf die Funktionen gibt es nur, wenn man die Headphone (a) in Kombination mit einem Nothing-Phone verwendet. Dann kann man auch die ChatGPT-Integration, Essential News und den Essential Space mit der Taste an den Kopfhörern aufrufen.
Belegt man die Taste mit ChatGPT, dann öffnet sich dort der KI-Assistent, mit dem man ein Gespräch führen kann. Bei Essential News wird ein News-Podcast erstellt, der die Neuigkeiten in den zuvor gewählten Genres vorliest. Das funktioniert übrigens überraschend gut. Legt man Essential Space auf die Taste, dann kann man damit Sprachnotizen aufzeichnen, die anschließend im Essential Space abgelegt und kategorisiert werden.
Tonqualität und ANC
An der Tonqualität gibt es nicht viel auszusetzen. Die Headphone (a) sind eher auf der basslastigen Seite angesiedelt. Aber auch die Mitten und die Hochtöne kommen nicht zu kurz. Ich habe mit den Kopfhörern alle möglichen Genres durchgehört und keine groben Schwächen festgestellt. Für etwaige Feinabstimmungen lohnt es sich, den Equalizer in der App zu nutzen.
Der Tonqualität kommt eine brauchbare aktive Geräuschunterdrückung (ANC) zugute. Sie ist vielleicht nicht ganz so gut, wie bei teureren Kopfhörern, reicht für mich aber völlig aus. Auch das Telefonieren geht problemlos über die Bühne.
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Nothing Headphone (a)
© Gregor Gruber
Extrem hohe Akkulaufzeit
Das absolute Highlight der Headphone (a) ist aber die Akkulaufzeit. Wenn die Geräuschunterdrückung ausgeschaltet ist, hält der Akku 135 Stunden. Das sind ganze 5,6 Tage. Ich habe die Nothing-Kopfhörer unter anderem im Büro genutzt und sie eine gesamte Arbeitswoche lang nicht aufladen müssen. Das ist beeindruckend.
Wenn die Geräuschunterdrückung aktiviert ist, fällt die Akkulaufzeit auf 72 Stunden, was immer noch ein beachtlicher Wert ist. Der 1.060 mAh Akku soll sich in 2 Stunden von 0 auf 100 Prozent aufladen lassen. Da ich den Akku nie gänzlich geleert habe, kann ich das zwar nicht bestätigen, es klingt aber nach einer realistischen Angabe.
Was die Headphone (a) noch zu bieten haben, ist Spatial Audio. Allerdings gibt es kein Head-Tracking. In diesem Zusammenhang steht auch, dass es keine Auto-Pause-Funktion gibt, bei der die Musikwiedergabe automatisch gestoppt wird, wenn man die Kopfhörer abnimmt.
Die Nothing-Kopfhörer sind außerdem für Hi-Res Wireless Audio zertifiziert und unterstützen LDAC mit 24-bits/96 kHz. Sie sind darüber hinaus auch gemäß IP52 gegen Wassereintritt geschützt. Erhältlich sind sie in den Farben Weiß, Schwarz, Pink und einer limitierten Auflage in Gelb.
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Nothing Headphone (a)
© Gregor Gruber
Fazit
Was mich an den Nothing-Kopfhörern anspricht, aber auch gleichermaßen stört, ist das Design. Grundsätzlich bin ich ja ein Fan vom auffälligen Nothing-Design. Ein derart ungewöhnlicher Look bei einem Handy ist für mich vollkommen in Ordnung. Schließlich hat man es ja einen Großteil der Zeit in der Hosentasche und man kann es auch gänzlich in einer Handy-Hülle verstecken.
Bei Kopfhörern ist es aber umgekehrt. Die trägt man unweigerlich am Kopf, wo sie permanent von allen gut gesehen werden können. Die Headphone (a) sind schon ein ziemlicher Hingucker. Manchmal ist es mir egal, manchmal möchte ich aber vielleicht nicht derart Ungewöhnliches am Kopf tragen.
Bei den Headphone (a) gibt es noch ein weiteres Highlight, nämlich den Preis. Mit 159 Euro schicken sich die Nothing-Kopfhörer an als besonders preiswerte Alternative gegen die Konkurrenz anzutreten. Eine derartige Ausstattung, mit solch hohem Tragekomfort, guter Tonqualität und einer rekordverdächtigen Akkulaufzeit um 159 Euro ist eine starke Ansage.