Start-ups

Bizarres Windkraftwerk setzt auf völlig neues Konzept

In den Ebenen des US-Bundesstaates Wyoming bläst viel Wind. Deshalb wird dort die Nutzung von Windkraft im Zuge der Energiewende gefördert.

Das in Wyoming ansässige Start-up Airloom hat sich damit beschäftigt, eine neue Form eines Windkraftwerks zu kreieren, das weniger wuchtig als ein konventionelles Windrad ist, viel weniger Material benötigt und visuell unauffälliger ist. Die Erfindung mag etwas bizarr aussehen, weckt aber das Interesse von Investor*innen.

Flügel auf der Schiene

Das Windkraftwerk vom Airloom besteht aus relativ dünnen 25 Meter hohen Masten, die mit Seilen im Boden fixiert werden und eine Schiene in ovaler Streckenform tragen. Darauf fahren Schlitten, an denen mehrere 10 Meter lange, vertikal stehende Flügel in fixen Abständen im Kreis sausen. An manchen Masten sitzen Stromabnehmer, wobei nicht genauer verraten wird, welche Art von Kraftübertragung dabei zum Einsatz kommt.

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So sind die Windkraftanlagen von Airloom aufgebaut

Vorteile gegenüber Windrädern

Wie FastCompany berichtet, soll sich das System dadurch auszeichnen, dass es leicht an Einsatzorte zu transportieren und zu errichten ist. Es benötigt auch relativ wenig Material, wodurch niedrigere Kosten zu erwarten seien.

Aus der Ferne sehe man es kaum, weshalb es das Landschaftsbild kaum beeinträchtige. Durch den Einsatz mehrerer Windflügel soll auf der selben Fläche mehr Strom gegenüber herkömmlichen Windrädern erzeugt werden können. Sicherheitsabstände, die ansonsten eingehalten werden müssen, entfallen dabei.

Prototyp soll 2025 stehen

Airloom hat erfolgreiche Finanzierungsrunden hinter sich und plant, bis 2025 einen Prototyp in endgültiger Größe zu errichten. Bisher existieren nur verkleinerte Modelle des neuartigen Windkraftwerks.

Derzeit sucht das Start-up Partner aus der Windkraftbranche. "Wir möchten eine disruptive Entwicklung mit Partnern aus der Industrie erreichen, die erkennen, dass wir Kosten senken und neue Standorte erschließen können", sagt Airloom-CEO Neal Rickner.

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