Elon Musk im April 2026 am Rande eines Gerichtsprozesses.
Elon Musk hat nur 19 Prozent seiner angekündigten Ziele erreicht
Elon Musk ist ein Mann der großen Worte: 2020 gibt es Millionen selbstfahrende Taxis. 2026 werden die ersten Starships Richtung Mars fliegen. Das sind nur 2 seiner Versprechen – beide sind nicht eingetreten.
Noch im Juni will SpaceX – die Firma, die mittlerweile Musks KI-Unternehmen xAI und damit auch den Kurznachrichtendienst X übernommen hat – an die Börse. Das hat die New York Times zum Anlass genommen, 602 vollmundig angekündigte Ziele von Elon Musk zu überprüfen.
Die Auswertung war ernüchternd: Nur etwa 19 Prozent davon hat er erreicht. Bei rund 35 Prozent erfolgte die Umsetzung zu spät oder gar nicht. Und in den übrigen Fällen gab es keine Updates, oder die Pläne waren zu vage formuliert, um etwaigen Erfolg zu messen.
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60.000 Social-Media-Posts analysiert
Grundlage der Analyse waren mehr als 60.000 Social-Media-Posts zwischen 2011 und Jänner 2026, sowie öffentliche Investoren-Calls bei Tesla. Musks Aussagen in Podcasts, Interviews und bei Events waren nicht inkludiert. Laut der Auswertung nahm die „Erfolgsrate“ von Musk mit der Zeit ab. Während er fast 3/4 der 2015 angekündigten Ziele erreichte, waren es 2020 nicht mal mehr die Hälfte.
Rund 150 Ziele, die der Multimilliardär in den vergangenen Jahren aussprach, betrafen SpaceX. Knapp ein Drittel davon waren tatsächlich binnen eines Jahres umgesetzt, 19 Prozent waren nach einem Jahr oder länger noch offen. Wie die New York Times schreibt, messen viele Investoren Musks Aussagen besonderes Gewicht bei, und die Bewertung seiner Unternehmen steht in engem Zusammenhang mit seinen Plänen.
Irreführung von Investoren
Doch bei börsennotierten Unternehmen ist es illegal, Investoren gegenüber Informationen falsch darzustellen. Das brachte den Tesla-CEO u.a. 2018 in rechtliche Schwierigkeiten. Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC klagte ihn damals wegen irreführender Tweets, die sie als Wertpapierbetrug einstufte.
Anders als der Tweet vermittelte, hatte Musk nämlich keine spezifischen Details mit Finanzierungspartnern abgesprochen. Es kam zu einer Einigung, sowohl Musk als auch Tesla zahlten eine Strafe von jeweils 20 Millionen US-Dollar, die an geschädigte Investoren ging. Außerdem musste Musk als Verwaltungsratvorsitzender zurücktreten, es übernahm die Australierin Robyn Denholm.
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Sobald SpaceX börsennotiert ist, wird sich Musk auch bei Versprechungen dazu zurückhalten müssen. Denn im schlimmsten Fall drohen ihm wieder rechtliche Probleme und hohe Strafzahlungen.
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