Starship-Rakete von SpaceX hebt ab

Mit SpaceX Starship-Rakete gab es immer wieder Probleme.

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6 Geheimnisse, die der SpaceX-Börsengang lüftet

Dass Elon Musk mit SpaceX an die Börse will, ist seit Monaten bekannt. Seit geraumer Zeit wird das Unternehmenskonstrukt der Weltraumfirma im Hintergrund für den Börsengang vorbereitet. Nun ist es so weit: SpaceX hat die notwendigen Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Der Börsengang wird laut Medienberichten für Mitte Juni angepeilt.

SpaceX könnte dabei eine Rekordbewertung von 1,75 Billionen Dollar erzielen. Damit würde das Unternehmen von Elon Musk den bisher größten Börsengang der Geschichte darstellen und den des saudischen Ölkonzerns Aramco aus dem Jahr 2019 in den Schatten stellen. 

Ein Börsengang verlangt allerdings auch, dass das Unternehmen seine Vorhänge hebt und Blicke hinter die Kulissen zulässt. Das ist bei SpaceX besonders spannend, weil sich die Weltraumfirma bislang äußerst verschlossen gab und ein Geheimnis aus den Finanzen und internen Vorgängen gemacht hat.

1. Horrende Schulden

Aus den eingereichten Dokumenten geht hervor, dass SpaceX Milliardenverluste schreibt. Im ersten Quartal dieses Jahres schrieb SpaceX einen Verlust von 4,28 Milliarden Dollar bei rund 4,7 Milliarden Dollar Umsatz.

Im vergangenen Jahr gab es rote Zahlen von rund 4,94 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 18,67 Milliarden Dollar (16 Milliarden Euro). Ein Grund für das Minus sind die hohen Kosten für die Entwicklung der großen Rakete Starship. 

An den großen und gewagten Plänen hält Musk fest: Er will den Mars besiedeln, spricht von einer Stadt auf dem Mond und von KI-Rechenzentren im All. Der Multimilliardär setzt darauf, dass Investoren an seine Visionen glauben werden.

2. Gewagte Wette auf das Starship

In die Riesenrakete Starship investierte SpaceX insgesamt mehr als 15 Milliarden Dollar. SpaceX geht davon aus, dass die Rakete nach Abschluss aller Tests im 2. Halbjahr kommerzielle Flüge machen kann. 

Sie soll die Kosten für die Beförderung ins All deutlich senken. Mit Starship sollen auch Starlink-Satelliten in die Umlaufbahn gebracht werden, mit denen Internet aus dem All direkt auf Smartphones nutzbar wird.

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3. Fragwürdige Geschäfte zwischen Tesla, xAI und X

SpaceX und seine Tochtergesellschaft xAI kauften im vergangenen Jahr gemeinsam Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 650 Millionen Dollar von Tesla. Darunter befinden sich auch Megapack-Batteriesysteme im Wert von 506 Millionen Dollar, die von xAI erworben wurden. 

SpaceX gab 144 Millionen Dollar für kommerzielle Waren und Dienstleistungen aus, darunter 131 Millionen Dollar für Teslas Cybertrucks zu den marktüblichen Preisen. Damit dürfte SpaceX mehr als 1.000 Fahrzeuge gekauft haben. Tesla, das in der Vergangenheit traditionell wenig für klassische Werbung ausgegeben hat, zahlte laut dem Antrag im Jahr 2025 zudem 4 Millionen Dollar für Werbung auf X.

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4. Starlink als Einnahmequelle

Starlink ist ein zentraler Geldbringer: Im ersten Quartal stammten aus dem Geschäft mit Satelliten-Internet Erlöse von 3,26 Milliarden Dollar. Starlink hat inzwischen rund 10,3 Millionen Kunden in 164 Ländern.

Dieser Geschäftszweig kann dabei auf enorme Steigerungen verweisen. 2023 hatte Starlink noch 2,3 Millionen Kunden. 2024 waren es 4,4 Millionen und 2025 bereits 8,9 Millionen. In den ersten Monaten des aktuellen Jahres kletterte die Zahl auf 10,3 Millionen Kunden.

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Karte zeigt, wo die Starlink-Kunden beheimatet sind.

Karte zeigt, wo die Starlink-Kunden beheimatet sind.

5. Geschäfte mit Künstlicher Intelligenz

Die KI-Firma Anthropic, die sich jüngst ein ganzes Rechenzentrum von SpaceX mietete, zahlt dafür 1,25 Milliarden Dollar im Monat. Der Deal läuft vorerst bis Mai 2029. Rechenzentren und KI spielen darüber hinaus eine zentrale Rolle bei der Positionierung von SpaceX. 

Jüngst gab Musk bekannt, dass die KI-Firma xAI kein eigenständiges Unternehmen mehr sei. Er brachte in xAI samt der Online-Plattform X in SpaceX ein. Der Konzern wurde bei dieser Fusion laut Medienberichten insgesamt mit 1,25 Billionen Dollar bewertet.

Der Multimilliardär stellt für die Zukunft KI-Rechenzentren im All in Aussicht. Die Idee dahinter ist, dass die Sonne dort viel Energie liefern kann und die Kühlung im All einfacher ist. Skeptiker verweisen allerdings auf Probleme wie die erheblichen Aufbaukosten sowie die Strahlung, die Schaltkreise beschädigen könne.

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6. Musk behält die volle Kontrolle

Tech-Milliardär Musk kontrolliert SpaceX dem Börsenprospekt zufolge mit einem Stimmrechtsanteil von gut 85 Prozent. Grundlage dafür sind Aktien mit mehr Stimmrechten. Laut dem Prospekt wird Musk auch nach dem Börsengang das Sagen haben. Musk ist Chef von SpaceX - und auch des Elektroautobauers Tesla. 

Die Aktien der beiden Unternehmen sind die Basis für sein Vermögen, das ihn zum mit Abstand reichsten Menschen der Welt macht. Der Finanzdienst Bloomberg schätzt sein Vermögen aktuell auf rund 667 Milliarden Dollar.

Wer sich durch die mehrere hundert Seiten der eingereichten Dokumente wühlen möchte: Hier geht es zu den originalen Unterlagen auf der Webseite der US-Börsenaufsicht SEC

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