Nothing hat angeblich massive Probleme
Das indische Tech-Magazin Digit berichtet unter Berufung auf mehrere Quellen, dass sich Nothing teilweise aus Europa und weiteren Märkten zurückziehen wolle.
Wegen der hohen Speicherpreise und der damit verbundenen Preisanstiege steht der britische Smartphone-Hersteller unter Druck. Vor allem Anbieter günstiger Geräte wie Nothing sind davon betroffen. Ein erster Hinweis auf eine mögliche Krise bei Nothing war bereits, dass 2026 kein neues Smartphone der günstigeren Marke CMF erscheinen soll.
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Rücktritt von CMF-Manager
„Wir haben an einem Nachfolgemodell gearbeitet, aber angesichts der derzeitigen Speicherpreise können wir kein Smartphone entwickeln, das sich wie ein echter Fortschritt anfühlt und gleichzeitig zu einem für CMF sinnvollen Preis angeboten werden kann“, erklärte der Nothing-Mitgründer Akis Evangelidis vor einigen Wochen. Der für die CMF-Linie bisher verantwortliche Manager arbeitet laut Digit inzwischen nicht mehr für Nothing.
Kurz nach der Veröffentlichung der Digit-Recherche reagierte Evangelidis auf X mit einem ungewöhnlich scharf formulierten Posting. „Wir schließen keine Märkte. Es werden ungenaue Berichte verbreitet.“ Digit behauptet außerdem, Nothing wolle sich neben mehreren europäischen Ländern auch aus dem Nahen Osten und Japan zurückziehen.
Kündigungswelle geplant
Darüber hinaus sollen in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Unternehmens rund 40 Prozent der Stellen wegfallen. Laut dem Bericht sollen eine kompaktere Unternehmensorganisation sowie die Konzentration auf weniger Märkte und eine kleinere Produktpalette das strauchelnde Unternehmen stabilisieren.
Die Kündigungen bestreitet der Nothing-Chef in seinem X-Posting nicht. Er bemüht sich aber offensichtlich darum, die Lage weniger dramatisch erscheinen zu lassen: „Wir sind gerade dabei, unsere Teams neu zu organisieren, um uns auf unsere nächste Wachstumsphase vorzubereiten. Wir richten spezielle Geschäftsbereiche ein – darunter einen auf KI spezialisierten Geschäftsbereich – und bündeln einzelne Länder zu regionalen Zentren, um wesentlich effizienter arbeiten zu können.“ Er wirft dem indischen Medium vor, Falschinformationen zu verbreiten, und erklärt: „Die von Ihnen genannten Zahlen sind maßlos übertrieben.“
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Nothing hatte eine Woche Zeit
Der Journalist Siddharth Chauhan erklärte daraufhin in einem eigenen Posting auf X, er habe Nothing eine Woche Zeit gegeben, um auf die Vorwürfe zu reagieren, jedoch keine Antwort erhalten: „Wir haben Ihrem Team eine ganze Woche Zeit gegeben, auf unsere Erkenntnisse zu reagieren. Es gab keine offizielle Stellungnahme, und es wurde nichts von dem, was wir berichtet haben, dementiert. Digit steht zu seiner Berichterstattung.“
Wie angespannt die wirtschaftliche Lage von Nothing tatsächlich ist, bleibt derzeit offen. Dass für 2026 kein neues CMF-Smartphone geplant ist und das Unternehmen seine Organisation umbaut, dürfte Spekulationen über die weitere Entwicklung jedoch weiter anheizen. Ob Digit mit seiner Darstellung richtig liegt, werden letztlich die nächsten Schritte des Unternehmens zeigen.
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