Essen in der U-Bahn
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"Letztes Mal Döner essen in der U6": Facebook-Event wird zum viralen Hit

Die Stadt Wien plant ein Verbot von stark riechenden Speisen wie Leberkäse, Kebab, Pizza, Käsekrainer oder Nudelgerichten in der U-Bahnlinie U6. Ab 1. September sollen derartige Gerichte nicht mehr in den Waggons konsumiert werden dürfen.

Das hat Tausende Facebook-Nutzer auf den Plan gerufen, die sich zum Falafelaufstand verabredet haben. Unter dem Moto "Das letzte Mal Falafel/Döner essen in der U6" wollen sie am 31. August noch einmal ihr Fast-Food verzehren was das Zeug hält.

Innerhalb weniger Stunden bekundeten Tausende Facebook-Nutzer ihr "Interesse" an der Veranstaltung, die ein gewisser "Juan Son" ins Leben gerufen hat. Nach derzeitigem Stand wollen mehr als 600 Facebook-User am Event teilnehmen, mehr als 4000 User "interessieren" sich für die Veranstaltung.

U-Bahn-Party 2008 in London

Ein ähnliche U-Bahn-Party gab es beispielsweise bereits 2008 in London. Als mit 1. Juni 2008 das Konsumieren von Alkohol in der Londoner U-Bahn verboten wurde, versammelten sich am Vorabend tausende Menschen, um ein letztes Mal in der U-Bahn zu Alkohol zu trinken. Was dabei herauskam, war eine riesige U-Bahn-Party.

Verbot sei zumutbar

„Wir starten dazu in Schritt eins eine breite Info-Offensive, um die Fahrgäste zu sensibilisieren“, sagte Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) in einer Aussendung. Die Wiener Linien bereiten dazu aktuell entsprechende Info-Offensiven für den Herbst vor, die von Durchsagen in den U6-Stationen, über Info-Plakate und Sticker in und auf den Zügen sowie Informationen durch Service-Mitarbeiter und Sicherheitspersonal bis hin zu Einblenden der Botschaft auf den Abfahrts-Anzeigetafeln am Bahnsteig reichen. „Die Fahrtdauer in der U-Bahn liegt im Durchschnitt bei rund zehn Minuten“, so Sima. Es sei daher zumutbar, „die wenigen Minuten ohne stark riechende Speisen auszukommen“.

„Das Thema Essen ist seit Jahren ein viel diskutiertes, mit Appellen sind wir da nicht wirklich weitergekommen und daher werden wir nun erstmals den Schritt eines Verbots gehen, wie es in anderen Städten schon länger Praxis ist“, sagte Sima. Zudem soll durch die Maßnahme auch der Reinigungsaufwand in den Zügen reduziert werden. In einem ersten Schritt wird nun breit informiert und beobachtet, wie die Fahrgäste mit der neuen Regelung umgehen.

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