Das KI-Bild von der Verwüstung.
Taxler forderte mit KI-Fakes von verwüstetem Auto Schadensersatz
Ein amerikanischer Taxler fand einen „kreativen“ Weg, KI-Bildbearbeitung für betrügerische Zwecke zu missbrauchen: Mit einem Foto von einem mit Fast Food verwüsteten Taxi forderte der Fahrer 75 Dollar Schadensersatz (ca. 64 Euro). Die vermeintliche Aufnahme entpuppte sich allerdings als KI-Fälschung.
Alles fing damit an, dass Bert Gor seine Töchter im Teenageralter Anfang Mai von einem Strand nahe Miami mit dem Fahrdienst Lyft abholen ließ. Später erhielt er dann aber eine Schadensersatzforderung in Höhe von 75 Dollar von Lyft, weil seine Töchter das Taxi angeblich komplett verwüstet hinterlassen hatten.
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Kein Essen im Auto
Als der Familienvater seine Töchter danach fragte, versicherten ihm diese, im Taxi keine Speisen verzehrt zu haben. „Sie hatten weder Essen noch Getränke im Auto. Die Mädchen kamen gerade vom Strand zurück. Sie waren nur in Handtücher gehüllt“, erklärte Gor einem Lokalsender.
Lyft meinte aber, Beweisfotos vom Fahrer erhalten zu haben – und Gor forderte diese kurzerhand an. Als Lyft ihm dann die Fotos vom scheinbar verwüsteten Auto schickte, fiel seiner Tochter links unten im Bild ein Logo von Google Gemini auf: Die vermeintlichen Fotos waren in Wirklichkeit KI-Fakes.
Weitere Betroffene
Später postete Gor den Vorfall auch in einer lokalen Facebook-Gruppe, um andere vor derartigen Betrugsmaschen zu warnen. Daraufhin meldeten sich weitere Personen, die von ähnlichen Betrugsversuchen im Zusammenhang mit Lyft-Fahrten berichteten.
Lyft gab Gor schließlich recht und ließ die Schadensersatzforderung fallen. Der Fahrer darf nicht mehr für den Fahrdienst tätig sein.
TikToker betrog Essenslieferdienst
Die Betrugsmasche des Taxlers in Miami ist aber kein Einzelfall. Ebenfalls in den USA gab es Anfang Mai einen Fall, bei dem ein TikToker damit prahlte, Fotos von vom Lieferdienst DoorDash erhaltenen Essenslieferungen mit KI so zu verändern, dass das Essen ungenießbar aussieht. Die „Beweisfotos“ nutzte der TikToker schließlich, um Geld zurückzubekommen.
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Strafverfolgungsbehörden verweisen darauf, dass diese Art von Betrugsversuchen generell zunimmt. Die Dunkelziffer dürfte bei derartigen Betrugsversuchen außerdem hoch sein, weil die Betrügereien nicht immer sofort auffallen.
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