Drei Reels zeigen Prominete mit KI-Models.

Die Videos zeigen Stars wie den Lakers-Star LeBron James (links) oder die MMA Kämpfer Jon Jones (Mitte) und Connor McGregor (rechts). 

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Digital Life

KI-Influencer dichten Stars mit KI-generierten Reels “Sex-Skandale” an

Während derzeit die ganze Welt über Groks Deepfake-Nacktbilder diskutiert, kursiert seit Dezember 2025 eine weitere schräge Art von KI-generierten Fake-Videos im Internet herum. Laut der Investigativ-Plattform 404 Media zeigen die auf Instagram verbreiteten Reels attraktive Frauen mit männlichen Stars scheinbar vor und nach dem Geschlechtsverkehr

Zu sehen sind darin beispielsweise männliche Stars wie der YouTuber iShowSpeed, der Schauspieler wie Dwayne Johnson und Sportler wie MMA-Kämpfer Jon Jones oder der Basketball-Profi LeBron James. Kurz nach der Gefangennahme von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro kursierte sogar ein Video, das ihn im Bett mit einer jungen Frau zeigt. Echt ist daran nichts – die Reels wurden komplett mit KI erstellt. Als solche gekennzeichnet sind sie allerdings nicht.

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Sogar Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tauchte in einem solchen KI-Video auf.

Sogar Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tauchte in einem solchen KI-Video auf.

Falsche Models locken zu Bezahl-Abos

Geteilt werden die Videos von KI-Influencern – also echt aussehenden Personen, die aber KI-generiert sind. Mit den Videos erregen die Betreiber Aufmerksamkeit für die Instagram-Profile der Fake-Models, die dann meist zu einer Seite namens Fanvue weiterleiten. Das ist ein OnlyFans-Konkurrent, der mehr KI-Inhalte zulässt als OnlyFans. Dort sollen Interessierte dann zum Abschluss eines kostenpflichtigen Abos verleitet werden.

Die Videos sind alle ähnlich aufgebaut: Am Anfang sieht man KI-generierte Frauen neben einem männlichen Promi – häufiger sieht man eine Art Selfie. Darüber ist eine Schrift: „So hat es angefangen“. Danach sieht man die KI-Frau und den berühmten Mann nach dem vermeintlichen Akt – verschwitzt, mit zerzausten Haaren und verschmiertem Makeup. Hinterlegt sind die Videos oft mit der gleichen Tonspur.

Die Videos sind nicht als KI-Videos gekennzeichnet, was Meta toleriert. Die Investigativ-Plattform 404 Media, die die Schwemme der provokanten KI-Videos aufdeckte, fragte den Instagram-Betreiber um eine Stellungnahme. Meta hat darauf noch nicht geantwortet. 

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Neuer Markt für KI-Erotik

Es ist nicht nur ein kurioses Internetphänomen, dass uns wieder einmal das Problem von KI generierten Fake-Inhalten vor Augen führt. Sondern es zeigt auch, dass das Geschäft mit KI-Erotik-Inhalten lukrativer wird. Solche Videos schädigen aber nicht nur den Ruf der betroffenen Stars, die nie um ihr Einverständnis gefragt wurden. Sie sind auch eine neue Konkurrenz für echte Adult-Content-Models, die keine gefälschte Werbung mit Stars machen. Es gibt sogar Fälle, in denen die Gesichter von bekannten OnlyFans-Models für KI-Inhalte kopiert wurden. 

Besonders glaubwürdig sehen die KI-Videos auf Instagram nicht aus. Man merkt sowohl an der Qualität der Aufnahmen als auch an den Accounts, dass hier etwas nicht stimmt. Allerdings werden KI-Videos und Fake-Models immer überzeugender und Instagram hat schon jetzt offenbar kein Problem damit, ein Testfeld für KI-Erotik-Marketing zu sein. 

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