Rakete startet nachts auf der Startrampe, umgeben von grellen Flammen und dichtem Rauch.

Tianwen-2 ist am 29. Mai 2025 ins All gestartet.

© EPA / XINHUA / CAI YANG
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Science

Nach 401 Tagen Flug: Chinas Sonde erreicht Asteroid Kamo'oalewa

Die chinesische Raumsonde Tianwen-2 hat nach 401 Tagen Flug den erdnahen Asteroiden Kamo'oalewa erreicht. Die unbemannte Sonde habe sich dem Himmelskörper erfolgreich bis auf 20 Kilometer genähert und mit der wissenschaftlichen Erkundung begonnen, teilte die chinesische Raumfahrtbehörde CNSA mit. Die Sonde soll den Asteroiden aus der Nähe kartieren und eine kleine Menge Material einsammeln.

Die Rückkehrkapsel mit den Proben soll Ende 2027 auf der Erde landen. China wäre nach Japan und den USA das dritte Land, das Material von einem Asteroiden zur Erde bringt. Die Hauptsonde von Tianwen-2 soll zum Kometen 311P im Asteroidengürtel weiterfliegen, die Gesamtmission ist auf rund 10 Jahre angelegt.

Kamo'oalewa ist ein Quasi-Mond

Rund eine Milliarde Kilometer habe die Sonde seit ihrem Start zurückgelegt. Bereits im Juni hatte sie den Asteroiden laut den Angaben erstmals erfasst. Am 7. Juni wurde in rund 30.000 Kilometern Entfernung ein Kontrollmanöver ausgeführt, seitdem nähert sich die Sonde schrittweise weiter an.

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Der rund 40 Millionen Kilometer entfernte Asteroid 2016 HO3 - besser bekannt als Kamo'oalewa - ist ein sogenannter Quasi-Mond der Erde: Der nur einige Dutzend Meter große Brocken umkreist die Sonne nahezu im Gleichtakt mit der Erde. Einige Forscher vermuten, dass es sich um ein Bruchstück des Mondes handeln könnte, das bei einem Einschlag ins All geschleudert wurde. Mehr Klarheit sollen erst Laboranalysen der Proben bringen, unter anderem über Isotopenverhältnisse.

Tianwen-2 war Ende Mai 2025 vom Weltraumbahnhof Xichang gestartet. Für Peking ist das Programm Teil einer immer ehrgeizigeren Agenda in der Tiefraumforschung.

2021 landete China mit Tianwen-1 einen Rover auf dem Mars. 2028 ist mit Tianwen-3 eine Mission zur Rückholung von Marsproben geplant.

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