Digital Life
27.06.2018

Twitter geht gegen Spam-Accounts vor

© Bild: REUTERS / KACPER PEMPEL

Wer sich künftig bei Twitter anmeldet, muss seine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse angeben.

Twitter sagt Internet-Trollen, gefälschten Accounts und automatisierten Programmen verstärkt den Kampf an. Der Kurznachrichtendienst müsse gegen diejenigen verteidigt werden, „die unsere Offenheit ausnutzen wollen“, kündigten die Twitter-Manager Del Harvey und Yoel Roth am Dienstag in einem Blog-Eintrag an.

E-Mail-Adresse oder Telefonnummer verpflichtend

Um den Dienst vor Manipulationen zu schützen, sollen unter anderem für neu erstellte Twitter-Nutzerkonten die Angabe einer E-Mail-Adresse oder einer Telefonnummer verpflichtend werden.

Die Verschärfungen werden demnach im weiteren Jahresverlauf eingeführt. Twitter steht derzeit ebenso wie andere Internetkonzerne wie etwa Facebook verstärkt unter Druck, stärker gegen die Verbreitung von Falschinformationen und Versuche zur gesellschaftlichen Spaltung vorzugehen.

Fast zehn Millionen-Spam Accounts pro Woche entdeckt

Nach Angaben des Unternehmens werden zudem jede Woche mehr als 9,9 Millionen Konten identifiziert, die potenzielle Spam- oder automatisiert erstellte Bot-Accounts sind. Um dieser Flut Herr zu werden, setzt Twitter auch auf künstliche Intelligenz - die selbstlernenden Algorithmen sollen dabei Auffälligkeiten entdecken und dann etwa die Kommentare von mutmaßlichen Trollen, deren Kommentare sich einzig auf die Provokation anderer Diskussionsteilnehmer beschränken, für andere Nutzer verbergen.