Digital Life
11.12.2018

Windows schickt Nutzerdaten auch bei Widerspruch an Microsoft

Windows 10 sendet eine Liste mit den gestarteten Programmen eines Nutzers an Microsoft. Verhindern kann der User das nur mühsam.

Die Nutzeraktivitätenliste erfasst, welche Programme ein Nutzer wann auf seinem Gerät ausgeführt hat. Windows 10 erstellt diese Liste automatisch. Selbst wenn Nutzer diese Liste manuell löschen oder versuchen, sie in den Datenschutzeinstellungen zu deaktivieren, führt Microsoft immer noch eine Liste mit den gestarteten Applikationen, wie howtogeek.com berichtet. Diese ist in den Einstellungen des Microsoft-Accounts des Nutzers auffindbar. Dass die Apps, die ein Nutzer geöffnet hat, dort aufscheinen, zeigt, dass die Informationen auch bei Deaktivierung im Betriebssystem weiterhin an Microsofts Server weitergegeben werden.

Aufgefallen ist das einigen Nutzern, die das Ganze auf Reddit publik gemacht haben. Dort haben Nutzer auch den Grund für das verwirrende Verhalten der Microsoftdatensammelmaschinerie gefunden: Windows führt auch über sein Diagnostiksystem eine Liste mit gestarteten Apps. Diese Information wird an Microsoft geliefert. Wer das deaktivieren will, muss die Einstellungen im Menüpunkt Diagnostik ändern. Dann sollten keine Informationen mehr über gestartete Apps weitergegeben werden.