Eine Person hält ein Samsung Galaxy S26 Ultra in der Hand

Samsung Galaxy S27 soll deutlich größeren Silizium-Kohlenstoff-Akku bekommen

© Thomas Prenner
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Samsung Galaxy S27 soll deutlich größeren Silizium-Kohlenstoff-Akku bekommen

Dass Samsung bei der Einführung von größeren Akkus besonders vorsichtig vorgeht, hat einen nachvollziehbaren Grund. Der massive Image-Schaden durch explodierende Galaxy-Note-7-Geräte dürfte dem koreanischen Konzern fast 10 Jahre nach dem Desaster noch immer in den Knochen stecken. 

Nun dürfte sich Samsung aber dazu durchgerungen haben, bei seinem kommenden Flaggschiffgerät auf einen neuartigen Silizium-Kohlenstoff-Akku (Si/C Li-Ion) zu setzen. Dadurch würden künftige Samsung-Smartphones von Batterien mit einer deutlich höheren Kapazität angetrieben werden. Die Folge wäre eine spürbar höhere Akkulaufzeit.

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Riesige Akkus werden getestet

Der Leaker hinter dem Blog Schrodingerintel will an interne Dokumente gekommen sein, die beweisen sollen, dass Samsung riesige Akkus für das Galaxy S27 Ultra testet. Demnach tüftelt das Unternehmen an Si-C-Zellen, die Kapazitäten zwischen 12.000 und 20.000 mAh aufweisen. 

Auch wenn diese Riesenakkus für Tests herangezogen werden, ist es unwahrscheinlich, dass das nächste S27 Ultra derart große Batterien integriert hat. Dafür sind die von Schrodingerintel beschriebenen Zellen einfach zu dick. 

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Was ist ein Si/C Li-Ion Akku?

Eine Silizium/Kohlenstoff-Batterie (Si/C Li-Ion) ist eine Weiterentwicklung der klassischen Lithium-Ionen-Batterie. Dabei wird in der Anode (Minuspol) ein Teil des üblichen Graphits durch Silizium ersetzt. Silizium kann deutlich mehr Lithium-Ionen speichern als Graphit. Um die Stabilität zu verbessern, wird das Silizium mit Kohlenstoff kombiniert.

Der größte Vorteil dieser Technologie ist die höhere Energiedichte: Akkus können bei gleichem Volumen mehr Energie speichern oder bei gleicher Kapazität kleiner ausfallen. Das bedeutet in der Praxis längere Akkulaufzeiten. Außerdem lassen sich Silizium/Kohlenstoff-Akkus oft schneller laden.

Die Nachteile

Als Nachteil bei solchen Akkus galt bislang eine geringere Haltbarkeit. Das Silizium dehnt sich beim Laden stark aus und zieht sich beim Entladen wieder zusammen. Diese ständige Volumenänderung belastet das Material und kann zu schnellerem Verschleiß führen. 

Dieser Schwachpunkt konnte noch nicht gänzlich beseitigt werden, gilt aber weitgehend als gelöst. Xiaomi verspricht beispielsweise eine Lebenserwartung von 6 Jahren bei einer typischen Nutzung. Ein Nachteil bleibt: die höheren Kosten. Die Herstellung bleibt aufgrund der komplexen Materialaufbereitung teurer als bei reinen Graphit-Anoden,

Silizium/Kohlenstoff-Akku haben also spürbare Vorteile bei Kapazität und Ladezeit, aber kämpfen zum Teil noch mit Herausforderungen bei Lebensdauer und Kosten.

Die Konkurrenz ist voraus

Samsung würde aber den Wechsel auf Silizium-Kohlenstoff-Akkus nicht angehen, wenn sich dadurch nicht deutliche Kapazitätssteigerungen ergeben. Bei einem S27 Ultra mit Si/C Li-Ion Akku wäre eine ungefähre Kapazität von rund 7.000 mAh realistisch. Die Batterie des aktuellen S26 Ultra hat eine Kapazität von 5.000 mAh

Samsung wird sich jedenfalls beeilen. Denn die Konkurrenz aus China setzt längst auf Silizium-Kohlenstoff-Akkus. Oppo und Xiaomi haben beispielsweise diese Art von Akkus in ihren Geräten integriert - etwa im Oppo Find X9 Pro und im Xiaomi Redmi Note 15 Pro+

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Xiaomi Redmi Note 15 Pro+

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Die mangelhafte Lebensdauer

Der koreanische Hersteller wird beim Umstieg auf Silizium-Kohlenstoff-Akkus aber mit einem Problem konfrontiert. Die Langlebigkeit der neuen Batterien entspricht nicht dem Ziel von 1.500 Ladezyklen. Laut Schrodingerintel hängen die getesteten Akkus bei 960 Zyklen fest, was deutlich unter dem selbst gesteckten Ziel ist. 

Es bleibt also abzuwarten, ob Samsung die Probleme mit der Langlebigkeit in den Griff bekommt. Sollte dies der Fall sein, dürfen sich Samsung-Nutzerinnen und -Nutzer künftig über eine höhere Akkulaufzeit freuen.

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