Eine künstlerische Darstellung des CarbSAR-Satelliten

Eine künstlerische Darstellung des CarbSAR-Satelliten 

© Oxford Space Systems
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Science

Warum dieser Satellit “gestrickt” wurde

In der Erdumlaufbahn sammeln sich immer mehr Satelliten. Seit gestern befindet sich dort auch ein Besonderer – die Antenne des sogenannten CarbSAR-Satelliten wurde nämlich “gestrickt”. 

Am Sonntag wurde der CarbSAR-Satellit mit einer Falcon-9-Rakete in die Erdumlaufbahn befördert, wie NewScientist berichtet hat. Laut dem Unternehmen Oxford Space Systems, das die Antenne hergestellt hat, konnte bereits erfolgreich Kontakt mit dem Satelliten hergestellt werden.

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Wie der Satellit “gestrickt” wurde 

Um den Satelliten samt Antenne herzustellen, wurde eine Strickmaschine eingesetzt, die man normalerweise in Textilfabriken findet. „Es handelt sich um eine ganz normale, handelsübliche Industriemaschine, die zum Stricken von Pullovern verwendet wird. Wir haben lediglich einige Extras hinzugefügt, damit sie unsere speziellen Garne verarbeiten kann“, sagt Amool Raina, Produktionsleiter bei Oxford Space Systems (OSS) gegenüber NewScientist.

Die Antenne im aufgeklapptem Zustand

Die Antenne im aufgeklapptem Zustand 

Nachdem die Maschine umgebaut wurde, konnte Gewebe für die sogenannte “Wrapped Rib Antenna” des Carb-SAR-Satelliten aus mit Gold beschichtetem Wolframdraht hergestellt werden. Das Gitter ist an einer Reihe von Kohlenstoffverbundstäben befestigt, das dann um eine zentrale Nabe gewickelt wird. 

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Ein zusammenfaltbarer Satellit 

So hat der 140 Kilogramm schwere Satellit im aufgerollten Zustand einen Durchmesser von 75 Zentimetern. Im Orbit faltet sich der Satellit dann aus, wodurch eine Parabolschüssel mit einem 3-Meter großen Durchmesser entsteht. Außerdem ist er laut Hersteller besonders günstig. 

Der Vorteil an Radar-Satelliten wie diesen ist, dass sie trotz Wolken und in der Nacht zur Überwachung eingesetzt werden können. Der Carb-SAR-Satellit soll hochauflösende Bilder liefern und beispielsweise für militärische Zwecke eingesetzt werden, um die Position von Militärfahrzeugen zu ermitteln. Die Technologie kann aber auch eingesetzt werden, um Überschwemmungen oder Erdrutsche zu überwachen, berichtet die BBC.  

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Der Satellit wurde auf der Erde ausgiebig getestet. Mit der aktuellen Orbit-Demonstrationsmission soll nun bewiesen werden, dass er auch im Weltraum funktioniert. 

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Sandra Czadul

Begeistert von Wissenschaft und stets auf der Suche nach Ideen, die uns voranbringen.

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