Die besten Apps gegen schlechte Gewohnheiten
Neues Jahr, selbe schlechte Angewohnheiten. Hand in Hand mit dem Jahreswechsel kommt eine Flut an Vorsätzen, die meist nicht mehr als ein paar Tage überleben.
Um schlechte Angewohnheiten loszuwerden oder neue zu etablieren, braucht es aber mehr als ein paar Tage. Einige Apps haben sich auf die Hilfe bei der Umstellung spezialisiert.
Wir stellen euch diese Apps vor:
- Onrise: iOS
- Atoms: iOS und Android
- Habitica: iOS und Android
- Forfeit: iOS und Android
- Fabulous: iOS und Android
© futurezone/Screenshot
Onrise
Onrise wurde speziell für das Etablieren von neuen und Loswerden von alten Routinen entwickelt. Ohne Registrierung oder Abos können wir direkt mit dem Anlegen von Routinen starten. Auswählen müssen wir bei einer Routine, wie oft wir etwas tun oder nicht tun möchten, ob die Routine jeden Tag oder über mehrere Tage gehen darf und was genau wir festigen wollen.
Neben vorgefertigten Optionen wie „keine Süßigkeiten essen“ oder „Fasten“ können wir auch unsere ganzen eigenen Aktivitäten einfüllen. Optional können wir dann auch noch Einheiten und Erinnerungen mit Uhrzeit und Tagen definieren.
Im Dashboard lassen sich unsere Vorsätze dann jeden Tag einzeln abhaken. Für etwas extra Motivation gibt es verschiedene Abzeichen. Ein integriertes Journal soll außerdem zur Reflexion einladen. Brauchen wir Fokus-Unterstützung, ist zudem ein Pomodoro-Timer vorhanden.
Onrise ist kostenlos für iOS erhältlich.
© Atomic Habit
Atoms
Hinter Atoms steckt die Philosophie des Buches „Atomic Habits“. Der Bestseller unterstützt Menschen dabei, neue Angewohnheiten zu verfestigen bzw. schlechte Gewohnheiten loszuwerden. Statt einfach nur Listen zu erstellen, bringt uns die App unter anderem über verschiedene Lektionen bei, Umstellungen durchzuziehen. Zentrale Anlaufstelle ist aber auch hier ein Dashboard, in dem wir unsere Gewohnheiten, positiv wie negativ, sammeln.
Legen wir einen neuen Wunsch an, zeigt uns die App, wie wir die Umstellung attraktiver gestalten, indem wir etwa kleinere Ziele zu Beginn setzen. Haben wir unser Tagesziel erledigt, können wir die Gewohnheit abhaken. Atmos bleibt aber dran und trackt unter anderem, ob wir langfristig an der Veränderung festhalten. Ist dies nicht der Fall, liefert die App Vorschläge zur Anpassung des Ziels. Neben der Zielsetzung selbst sind aber die Lektionen das wichtigste Element der App.
Hier können wir uns täglich Input liefern, wie wir eine Umstellung leichter schaffen und warum dies so wichtig ist. Ein eigener Tracker für unsere Fortschritte soll ebenfalls zur Motivation beitragen. Atoms ist aber alles andere als billig. Mindestens 9,99 Euro pro Monat werden hier fällig.
© Habitica
Habitica
Wer auf der Suche nach einem komplett anderen Ansatz ist, findet in Habitica möglicherweise die passende App. Statt auf Statistiken und Lektionen setzt man hier auf Gamification. In Habitica erstellen wir einen eigenen Charakter, den es mit unserer Verhaltensumstellung gilt, weiterzuentwickeln. Um zu spielen, gilt es zuerst, unsere Gewohnheiten zu hinterlegen.
Ziele wie „nicht rauchen“, „auf Fast Food verzichten“ oder einfach nur „mehr lesen“ hinterlegen wir bei Habitica mit den gewünschten Wiederholungen, Uhrzeiten und Erinnerungen. Außerdem geben wir bei jedem Eintrag eine Schwierigkeit an. Ziehen wir unsere neue Gewohnheit durch, können wir diese abhaken und erhalten dafür XP und Gold.
Damit können wir unseren Charakter dann wiederum aufleveln oder Ausstattung kaufen. Besonders motivierend wird es, wenn wir Familie und Freunde dazu holen. Dann können in Habitica Gruppen gebildet werden, die gemeinsam Quests bestreiten und Gegner besiegen. Habitica kann grundsätzlich kostenlos genutzt werden, ein Abo ab 5,49 Euro pro Monat ist für zusätzliche Vorteile erhältlich.
© Forfeit
Forfeit
Wenn Selbstkontrolle und Eigenständigkeit nicht funktionieren, möchte Forfeit uns mit härteren Methoden zur Umstellung bewegen. Jedes Mal, wenn wir unsere Ziele nicht erreichen bzw. Aufgaben erledigen, kostet uns das Nichtstun bares Geld. Auch in Forfeit legen wir Gewohnheiten an, die wir loswerden bzw. festigen möchten.
Statt diese aber einfach nur abzuhaken, müssen hier Beweise her. Wenn wir ein neues Habit anlegen, hinterlegen wir unter anderem, wie oft wir die Aufgabe erfüllen müssen. Viel wichtiger ist aber, wie wir beweisen, dass wir brav waren. Derzeit gibt es mehr als 2 Dutzend Methoden, um den Beweis anzutreten. Möchten wir beispielsweise ein Schrittziel erreichen, können wir das über die Health-App bestätigen.
Möchten wir uns die Smartphone-Sucht abgewöhnen, können wir aber auch einen Screenshot von unserer Bildschirmzeit an Freunde schicken. Ist ein Fast-Food-Lokal unsere größte Schwäche, lässt sich per GPS überwachen, dass wir nicht in die Nähe kommen.
Um nicht sofort Geld zu verlieren, weil uns mal das Leben in die Quere kommt, gibt es sogar eine Funktion, um Einspruch gegen negative Entscheidungen einzulegen. Haben wir keine Freunde, die entscheiden können, übernimmt die KI oder das Forfeit-Team die Entscheidung. Selbst die Härte der Auslegung können wir beim Anlegen der Aufgabe festlegen. Scheitern wir, müssen wir zahlen. Die Höhe des Betrages legen wir fest, die Abbuchung erfolgt dann automatisch.
© Fabolous
Fabulous
Das volle Programm des Gewohnheitstrainings gibt es bei Fabulous. Die App möchte uns nicht nur schlechte Gewohnheiten austreiben, sondern gleich unsere ganze Herangehensweise an den Alltag verändern. Wie sehr Fabulous uns trainiert, entscheiden aber wir.
Haben wir nur einzelne Gewohnheiten, die fehlen oder behoben gehören, können wir klassische Reminder anlegen, die wir täglich abhaken können. Fabulous bietet aber auch die Option, ganze Tagesabläufe anzulegen, um diese dann gezielt zu trainieren. In einer Kalender-ähnlichen Übersicht sehen wir dann unsere Aufgaben und haken diese ab, wenn sie erledigt wurden.
Die App lässt uns hier aber nicht alleine. Fabulous ist vollgestopft mit Tipps und Tricks, wie wir Veränderungen starten. Darüber hinaus bietet die App auch Optionen für Fitness-, Life- und Ernährungscoaching. Auch Tools zum Fokussieren und Konzentrieren sind enthalten. Für den vollen Funktionsumfang ist ein Abonnement um 38,99 Euro pro Monat erforderlich.