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Citymapper: Populäre Routenplaner-App jetzt auch in Wien nutzbar

Wer in Wien auf ein eigenes Auto verzichtet, hat die Wahl zwischen den klassischen öffentlichen Verkehrsmitteln, Car-Sharing-Angeboten, Leih-Fahrrädern sowie E-Scootern. Um die einzelnen Dienste nutzen zu können, ist für jeden Anbieter eine eigene App notwendig. Das führt einerseits zu einem Wildwuchs am Smartphone und sorgt andererseits beim Auffinden der passenden und nächstgelegenen Angebote für Verwirrung.

Echtzeit-Navi für Öffis

Die kostenlose Citymapper-App (Android, iOS, Desktop), die nun auch in der Bundeshauptstadt und im Wiener Umland verfügbar ist, bündelt all diese Dienste und berücksichtigt sie auch in der Routenplanung. „Unsere App ist ein Echtzeit-Navi für öffentliche Verkehrsmittel und alle anderen Mobilitätsangebote. Ähnlich wie beim Navi im Auto werden App-Nutzer am Smartphone benachrichtigt, dass sie jetzt beispielsweise aus der U-Bahn, Bim, Bus oder S-Bahn aussteigen müssen“, erklärt ein Sprecher von Citymapper im Gespräch mit der futurezone.

Man habe die Echtzeitdaten der Wiener Öffis integriert. Ebenso sind Realtime-Informationen vom Car-Sharing-Anbieter ShareNow, den E-Scooter-Anbietern Bird und Lime sowie den Citybike-Leihfahrrädern vorhanden. "Demnächst werden wir auch weitere Mobilitätsangebote in der App abbilden", versichert der Citymapper-Sprecher. So wird beispielsweise auch Uber in der App integriert werden.

Anders als viele andere Routenplaner-Anwendungen lege Citymapper großen Wert darauf, dass die Daten der App exakt an die lokalen Gegebenheiten angepasst sind. So werde bei der Routenplanung etwa auch angezeigt, bei welchem Ausgang man eine U-Bahn-Station verlassen muss, um die Anschlussverbindung erreichen zu können. Neben dem Smartphone werden diese Navigationsanweisungen auch auf der Apple Watch oder anderen Smartwatches angezeigt.

Taxis und Car-Sharing

Auch abseits der öffentlichen Verkehrsmittel zeigt Citymapper bei der Routenplanung, welche die schnellste, effizienteste und günstigste Möglichkeit ist, um von A nach B zu kommen. Dafür greift die App auf die Echtzeitdaten von E-Scooter- und Car-Sharing-Anbietern zurück und verwendet auch Informationen des Taxis-Dienstes FreeNow. Um die einzelnen Dienste nutzen zu können, muss in die App des Anbieters gewechselt werden.

Auch ohne Registrierung

Dass die Citymapper-App auch ohne Registrierung genutzt werden kann, hebe das Angebot von anderen Routenplaner-Anwendungen ab, betont der Sprecher im Hinblick auf den Datenschutz. Außerdem werde man die sensiblen Bewegungsdaten der Nutzer nicht weitergeben oder gar verkaufen.

Für Android, iOS und am Desktop ist die Citymapper-App kostenlos verfügbar. Man arbeite noch an verschiedenen Möglichkeiten Geld zu verdienen, so der Sprecher des Londoner Start-ups. In anderen Städten, könne man beim Ticketverkauf mitverdienen. In Wien könne man noch keine Fahrscheine in der Anwendung beziehen, man arbeite aber daran.

In den App-Stores zählt die Smartphone-Anwendung zu den populärsten Routenplaner-Apps und wird dort von anderen Nutzern auch gut bewertet. Verfügbar ist die App in insgesamt 40 Großstädten, wie London, Berlin, Barcelona und Paris.

Alternative Apps zur Routenplanung

Google Maps ist meist die erste Anlaufstelle um sich eine Route von A nach B zu planen.  Doch gerade bei lokalen Gegebenheiten ist der Google-Dienst nicht der zuverlässigste. So kann er etwa  die Echtzeitdaten der Wiener Öffis nicht anzeigen. 

Wesentlich besser maßgeschneidert sind etwa die Daten der Wegfinder-App, die von iMobility, einem Tochterunternehmen der ÖBB, entwickelt wird. Ganz ähnlich wie bei der Citymapper-App (siehe Bericht oben) zeigt Wegfinder – neben den öffentlichen Verkehrsmitteln – auch alternative Mobilitätsangebote, wie Car-Sharing, Taxis oder E-Scooter an.

In ganz Österreich

Dass in der Wegfinder-App auch gleich  Fahrscheine gekauft werden können, hebt die Anwendung von vielen anderen Routenplanern ab. Außerdem funktioniert die App in ganz Österreich und nicht nur im Großraum Wien.

Wer in Wien unterwegs ist, fährt auch mit der App der Wiener Linien gut. Auch dort werden Leihräder, Autos von Carsharing-Diensten und Taxis angezeigt. Künftig sollen noch mehr Mobilitätsangebote integriert werden, teilen die Wiener Linien der futurezone mit.

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Florian Christof

FlorianChristof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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