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Musk will mit “neuer Physik” 50-mal mehr KI-Chips bauen als alle Hersteller der Welt

SpaceX und Tesla wollen in Austin, Texas eine riesige Chipfabrik bauen. Elon Musk, der CEO beider Unternehmen, kündigte das Projekt mit dem Namen Terafab an.

Terafab ist in 2 Bereiche aufgeteilt: Einer soll Chips für Autos und humanoide Roboter produzieren, der andere Chips für Rechenzentren mit Künstlicher Intelligenz (KI) im Weltraum.

Bei der Präsentation betonte Musk, dass die derzeitige weltweite Chipproduktion nur einen Bruchteil des Bedarfs seiner Unternehmen decken werde: "Entweder wir bauen die Terafab-Fabrik, oder wir haben keine Chips." Laut Musk würde die weltweite Produktion von KI-Chips derzeit 20 Gigawatt Rechenleistung entsprechen. Terafab soll jährlich 100 bis 200 GW produzieren, für Teslas Autos und humanoide Roboter. 

Für das KI-Rechenzentrum im Weltraum sollen jährlich sogar Chips mit einer Rechenleistung von 1 Terawatt produziert werden. Das wäre die 50-fache Menge von dem, was derzeit weltweit produziert wird. Wie er das schaffen will? "Mit sehr interessanter neuer Physik. Ich bin zuversichtlich, dass es funktionieren wird. Es ist nur noch eine Frage von Zeit." Was genau diese neue Physik ist, hat er nicht verraten.

Chips für das Weltall

Dass Tesla eine eigene Chipfabrik benötigt, hatte Musk bereits in der Vergangenheit gesagt. Dass SpaceX ebenfalls daran beteiligt sein wird, ist jedoch neu.

Die KI-Chips fürs All müssen für extremere Umgebungen und höhere Temperaturen ausgelegt sein, erklärte Musk. Weil die Wärmeabgabe im Vakuum skalierbar sei, würde man dann weniger Energie für die Kühlung benötigen, als für vergleichbare Rechenleistung auf der Erde. Laut Musk sollen KI-Rechenzentren im Orbit deshalb in 2 bis 3 Jahren günstiger als auf der Erde sein.

Zu Beginn sollen die Satelliten, die zusammen das Weltraum-Rechenzentrum bilden, jeweils Chips mit 100-kW-Rechenleistung an Bord haben. Das entspricht in etwa einem kühlschrankgroßen Server-Rack eines normalen KI-Rechenzentrums auf der Erde. Zukünftig sollen Satelliten im Megawatt-Bereich folgen.

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Kritik an Terafab

Kritiker bezeichnen Musks Terafab als utopisch. Es fehle ein konkreter Plan und der Verweis auf die "neue Physik", ohne Erklärung, lasse die Ankündigung nicht sehr vertrauenswürdig wirken.

Sie verweisen auf ein anderes Projekt, bei dem Musk etwas selbst herstellen wollte: die 4680-Zelle. Musk hatte 2020 damit eine Revolution für die Batterieherstellung angekündigt. Der Herstellungsprozess brauchte mehrere Überarbeitungen, weil es nicht wie geplant funktionierte. Schätzungen zufolge, hat Tesla damit bisher nur 2 Prozent seiner angepeilten Produktionskapazität erreicht. Ähnliches könnte mit der Chipproduktion von Terafab blühen.

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Wann Terafab die angepeilte Produktionskapazität erreichen soll, hat Musk nicht gesagt. Auch die zuvor von Musk angekündigte 2nm-Bauweise für die Chips, die die Leistung erhöhen und den Energieverbrauch reduzieren soll, wurde in Zusammenhang mit der Terafab-Ankündigung nicht genannt.

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