Große Verluste: SpaceX-Aktie bricht zweistellig ein
Als SpaceX am 12. Juni an die Börse ging, stellte das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk einen Rekord auf. Noch nie zuvor wurde ein Unternehmen beim Börsengang derart hoch bewertet.
Nun folgt die Kurskorrektur. SpaceX muss bereits am 3. Tag in Folge massive Verluste hinnehmen. Am gestrigen Montag schloss das Papier mit einem Minus von mehr als 16 Prozent.
Zuvor hatte die Aktie noch fulminant zugelegt, was dem Raumfahrt- und KI-Konzern von Tesla-Chef Elon Musk mit einer Marktkapitalisierung von fast 3 Billionen Euro zeitweise den Status des viertwertvollsten Unternehmens der Welt beschert hatte.
➤ Mehr lesen: 6 Geheimnisse, die der SpaceX-Börsengang lüftet
SpaceX-Aktie hat an einem Tag mehr als 16 Prozent verloren.
© screenshot / CNBC
Börsianer begründeten die nachlassende Euphorie über den Börsengang von SpaceX nicht nur mit der hohen Bewertung der Aktien, sondern auch mit dem sehr hohen Kapitalbedarf des Unternehmens. Erst am Montag hatte SpaceX Anleihen begeben, um die Ambitionen im Bereich der Künstlichen Intelligenz stemmen zu können.
Verluste bei Tech-Firmen
Auch andere große Tech-Unternehmen, die viel Geld in KI stecken - die sogenannten Hyperscaler - wurden abgestraft. So fielen die Papiere von Amazon am Dow-Ende um 4,8 Prozent. Microsoft büßte 3,2 Prozent ein.
Für die Anteilsscheine der Google-Mutter Alphabet ging es um 5 Prozent nach unten. Die Titel litten zudem unter einer Personalie: John Jumper, Vizepräsident von Google DeepMind, wechselt zum Wettbewerber Anthropic. Jumper hatte 2024 für seine Arbeit im KI-Bereich den Nobelpreis für Chemie 2024 erhalten.
Der Grund für die Verluste
"Das Problem, das am meisten ins Auge fällt, ist die Tatsache, dass die Hyperscaler trotz ihrer kolossalen Ausgaben für KI weiterhin eine extrem niedrige Kapitalrendite erzielen", sagte Matt Maley von der Investmentfirma Miller Tabak. Eine weitere große Sorge betreffe das Phänomen der "kreisförmigen Investitionen", bei denen Konzerne ineinander investieren und sich gleichzeitig verpflichten, die Produkte des jeweils anderen zu kaufen.