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Saudi-Arabien stellt nächstes Megaprojekt ein

Die Verwunderung darüber, dass sich Saudi-Arabien mit seinen Megaprojekten ein bisschen übernommen hat, dürfte sich in Grenzen halten. Erst kürzlich wurde bekannt, dass die Arbeiten an der futuristischen Wüstenstadt The Line eingestellt wurden. Durch eine Neustrukturierung soll aus der geplanten 170 Kilometer langen, linearen Bandstadt nicht mehr als ein Rechenzentrum werden. 

Nun berichtet Reuters, dass ein weiteres Mega-Bauvorhaben vorerst vom Tisch ist. Mit einer Kantenlänge von 400 Metern hätte der würfelförmige Wolkenkratzer namens Mukaab das größte Gebäude der Welt werden sollen. Das Volumen des Gebäudes hätte 64 Millionen Kubikmeter betragen. Das hätte ausgereicht, um 20 Empire State Buildings darin unterzubringen. 

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Ein Wolkenkratzer als holographische Hülle

Der Würfel war als eine Art Hülle geplant. Im Inneren sollte sich eine Kuppel befinden, mit einer 2 Quadratkilometer großen Basis. In dieser Kuppel hätte sich ein spiralförmiger Turm mit Wohnungen, Büros, Geschäften, Kinos, Attraktionen und Hotels befinden sollen. Die Kuppel war als holografisches System für Projektionen geplant, die wie Fantasiewelten, ein fremder Planet oder eine Unterwasserlandschaft hätten aussehen sollen.

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Mukaab

NEOM-Projekte im Realitätscheck

Daraus wird jedoch nichts. Der saudi-arabische Staatsfonds (PIF) hat im vergangenen Jahr seine extensiven Ausgaben für die zahlreichen Megaprojekte evaluiert und rudert nun zurück. Durch eine strategische Neuausrichtung will das Land seine Abhängigkeit vom Ölexport reduzieren. Die Bauvorhaben wie The Line und Mukaab, die im Rahmen des NEOM-Projekts angefangen wurden, werden reduziert. 

Nachdem die Fertigstellungstermine mehrerer Vorhaben nach hinten verschoben wurden, will sich das Land nun auf jene Projekte konzentrieren, die sich nicht so leicht verschieben lassen: die Expo-Weltausstellung 2030 und die Fußball-Weltmeisterschaft 2034. Dafür müssen noch Infrastruktur und Stadien errichtet werden.

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