The Line gescheitert: Wie es jetzt dort weitergeht
In Saudi Arabien hat man jetzt erkannt, dass die Umsetzung der hochambitionierten Wüstenstadt The Line vielleicht doch nicht so realistisch ist, wie gedacht. Nicht nur bei der Umsetzung kam es zu jahrelangen Verzögerungen. Auch die Kosten überschritten das Budget immer mehr.
Die Planänderung betrifft auch andere Neom-Projekte am roten Meer. Laut Insidern plant der für Neom verantwortliche Kronprinz Mohammed bin Salman nun eine weitaus kleinere Version, wie die Financial Times berichtet.
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Kostenexplosion
Bei Neom handelt es sich um eine Reihe von Infrastrukturprojekten, wie beispielsweise das Küsten-Industriegebiet Oxagon und ein Ski-Ressort namens Trojena. Dort hätten die asiatischen Winterspiele 2029 stattfinden sollen. Das Vorhaben geht sich jetzt aber nicht mehr aus, weshalb die Pläne nun verworfen wurden.
Das wohl bekannteste Neom-Projekt ist The Line – eine futuristische, 170 Kilometer lange, lineare Wüstenstadt. Da bei der Umsetzung des Megaprojekts nicht alles glatt gelaufen ist und die Kosten das Budget ausreizten, gibt es jetzt eine ein Jahr dauernde Überprüfung und neue Pläne für Neom.
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Rechenzentren in der Wüste
Die bisher aufgebaute Infrastruktur soll genutzt werden, um dort beispielsweise Rechenzentren einzurichten. Denn Saudi Arabien will zu einem führenden Akteur in Sachen Künstlicher Intelligenz werden.
„The Line wird ein völlig neues Konzept sein. Es wird die bestehende Infrastruktur auf völlig neue Weise nutzen”, sagte eine mit dem Projekt vertraute Person gegenüber der Financial Times. Da Datenzentren gekühlt werden müssen und es in der Wüste bekannterweise sehr heiß werden kann, wolle man das Meerwasser zur Kühlung nutzen, was eine logistische Herausforderung werden könnte.
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Das Umdenken in Sachen Infrastruktur ist auch darauf zurückzuführen, dass Saudi Arabien generell seine Finanzen in den Griff bekommen muss. Seit einem Jahrzehnt kam es auf der einen Seite zu massiven Ausgaben, während das vom Export fossiler Brennstoffe abhängige Land auf der anderen Seite durch gedämpfte Ölpreise unter Druck geriet.