Ein professioneller Radrennfahrer auf einer Trainingsfahrt.
© Getty Images/iStockphoto/Milos Bjelica/IStockphoto.com
Wählen Sie FUTUREZONE als bevorzugte Google-Quelle

Digital Life

Radrennfahrer wegen Smart Glasses disqualifiziert

Der Profiradfahrer Willie Smit wurde von einem chinesischen Radrennen ausgeschlossen, weil er während der Fahrt Smart Glasses trug. Der Südafrikaner startete bei der Tour of Magnificent Qinghai für ein chinesisches Team und dachte sich nichts dabei, als er die Brille aufsetzte. Schließlich sind am Lenker befestigte Kameras bei Radrennen Standard. 

In einem X-Posting machte Smit seinem Ärger Luft. „Heute wurde ich zum ersten Mal in meiner Karriere (14 Jahre) disqualifiziert“, beschwerte sich der Sportler. Die Disqualifizierung erfolgte auf der ersten Etappe des Rennens.

 Mehr lesen: „Perversling-Brillen“: Träger von Smart Glasses schämen sich

Verwirrende Kamera-Regeln

Er erklärte, dass ihm das Verbot von Smart Glasses nicht bewusst gewesen sei. Statt einer Disqualifikation hätte er eine Gelbe Karte (diese gibt es auch im Radsport) oder eine andere Strafe für angemessener gehalten.

Kameras haben sich im Profiradsport als Standard zur Aufzeichnung von Rennen etabliert. Radfahrer können damit ihre Performance im Nachhinein analysieren und die gewonnenen Erkenntnisse für ihr Training nutzen. Die Videos daraus finden sich nicht selten auf den YouTube-Channels von Profi-Teams.

Eine neue Regel der Union Cycliste Internationale (UCI) schreibt jedoch vor, dass solche Geräte ausschließlich am Fahrrad und nicht am Körper der Fahrer befestigt werden dürfen. Der Weltverband befürchtet, dass Wearables den Brillenträgern durch KI-Funktionen einen unfairen Vorteil verschaffen könnten.

 Mehr lesen: Samsung Galaxy Glasses geleakt: So sieht die smarte Brille aus

KI-Fähigkeiten waren deaktiviert

Bei Smits Meta-Brille mit Oakley-Branding seien diese Funktionen allerdings nicht aktiviert gewesen. Smit beschwerte sich außerdem darüber, dass Teilnehmer der Tour de France sich teilweise sogar während der Fahrt mit Handkameras filmten.

Die Meta Oakley verfügt über eine 12-Megapixel-Kamera und kann Videos in 3K aufzeichnen. Außerdem ermöglicht sie ihren Trägern die Kommunikation mit einer KI. Wird die Brille mit einem Garmin-Gerät verbunden, kann sie zudem auf Daten wie Herzfrequenz, Geschwindigkeit und Höhenprofile zugreifen.

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Kommentare