Eurofighter steigt über einer Startbahn in die Luft.
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Militärtechnik

Bislang bester Eurofighter hebt erstmals ab

Am Dienstag, den 15. Juli ist erstmals ein Eurofighter der Tranche 4 in Deutschland geflogen. Der Jet mit dem Kennzeichen 34+02 ist in Manching abgehoben. Laut Airbus rechne man mit einer Auslieferung Ende dieses Jahres.

Eingesetzt werden soll er bei der deutschen Luftwaffe, die im Herbst 2021 insgesamt 38 Exemplare bestellt hat. Im Rahmen des Quadriga-Vertrags sollen 30 einsitzige und 8 doppelsitzige Jets geliefert werden, der Kaufpreis lag bei 5,5 Milliarden Euro. Der neue Eurofighter kommt mit etwas Verspätung, eigentlich hatte man mit der ersten Auslieferung schon 2025 gerechnet.

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Neues AESA-Radar

Die Variante ist die derzeit modernste Ausführung des Eurofighters. Sein Herzstück ist das neue ECRS Mk1. Dieses Active Electronically Scanned Array Radar (AESA), das vom deutschen Elektronikspezialisten Hensoldt und dem spanischen Partner Indra entwickelt wurde, bietet entscheidende Vorteile zu früheren Radars. 

Vorteil von AESA ist es, dass es die Umgebung nicht durch physisches Schwenken der Antenne absuchen muss, sondern rein elektronisch scannt. Möglich wird die aktive elektronische Strahlschwenkung durch eine Matrix aus winzigen Sende- und Empfangsmodulen auf Basis von Galliumnitrid.

Das heißt: Statt einer großen Antenne werden ganz viele kleine Antennen genutzt. Dadurch wird die Leistung des Radars besser und es ist weniger anfällig für Störungen.

Hensoldt E-Scan-Radar für den Eurofighter

Vorteil des Eurofighter-Radars

Derartige Radars sind auch in anderen modernen Jets verbaut. Die Eurofighter-Variante soll der Konkurrenz aber überlegen sein. Durch die größere Nase des Eurofighter Typhoons lässt sich nämlich ein leistungsstärkeres Radar als bei vergleichbaren Kampfflugzeugen integrieren.

Ein Clou bei dem neuen Radar ist, dass es zusätzlich zum elektronischen Schwenken auch noch mechanisch bewegt werden kann. Dadurch vergrößert sich sowohl der Erfassungsbereich als auch das Sichtfeld im Vergleich zu anderen AESA-Radarsystemen erheblich, wie Hensoldt angibt. Demnach gibt es eine 50 Prozent größere Winkelabdeckung als bei herkömmlichen AESA-Radars. 

Interessanter Seitenaspekt des MK1-Radars: Es wurde in der Entwicklungsphase mit einem modifizierten Airbus A320 getestet, der dafür eine Eurofighter-Nase bekommen hat. 

Ein Airbus A320 mit einer Eurofighter-Nase.

Airbus A320 mit Eurofighter-Nase

Eurofighter Tranche 5

Gearbeitet wird bereits an der neueren Variante, der Tranche 5. Diese soll über eine aktualisierte Avionik, leistungsstärkere Bordcomputer und eine Softwarestruktur, die zukünftige System- und Waffenintegrationen vereinfacht, verfügen. Außerdem wird ein überarbeitetes Cockpit mit einem großformatigen Display eingeführt.

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