Das hat Apple mit der neuen KI-Siri vor
Als Siri 2011 auf dem iPhone 4S in das iOS-Betriebssystem integriert wurde, handelte es sich um ein Novum. Die Konkurrenz hatte nichts Vergleichbares anzubieten. Apple war anderen Herstellern um Jahre voraus.
Diesen Vorsprung konnte das iPhone-Unternehmen aber nicht nutzen. Siri blieb über weite Strecken auf ihrem funktionalen Niveau stecken, während die Konkurrenz rasch immer leistungsfähigere Sprachassistenzmodelle entwickelte.
Vorsprung verspielt
Nun zeigt sich die Misere: Die 2024 angekündigte KI-Siri musste zurückgepfiffen und komplett neu entwickelt werden, sodass sie nun mit 2-jähriger Verspätung erwartet wird. Aus dem Vorsprung wurde ein Hinterherlaufen.
Vor kurzem musste sich Apple eingestehen, dass der Vorsprung von Google einfach zu groß ist. Die Lösung: Apple hat eine milliardenschwere Kooperation mit Google abgeschlossen, um die KI-Technologie des Suchmaschinenanbieters nutzen zu können.
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1. Teil bereits im Frühjahr
Was Apple mit der KI-Siri konkret vorhat, konkretisiert sich immer mehr. Nun hat der bekannte Apple-Insider Mark Gurman die ihm vorliegenden Informationen zum neuen Sprachassistenzmodell von Apple zusammengefasst.
Demnach wird die neue Siri in 2 Tranchen an die iPhone-Nutzerinnen und -Nutzer verteilt. Einen Vorgeschmack soll es bereits im Frühjahr als Teil des Updates auf iOS 26.4 geben. Dabei ist die Rede von einer personalisierten Siri.
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2. Teil im Herbst
Voraussichtlich wird Apple im Juni auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC die komplett überarbeitete KI-Siri erstmals präsentieren. Sie soll dann im Herbst als zentrale Neuerung in iOS 27 enthalten sein.
Die verbesserte Siri unter iOS 26.4 werde zumindest zum Teil auf dem Gemini-Framework von Google aufbauen und soll bereits deutlich leistungsfähiger sein, als die bisherige Version. Damit soll Siri den individuellen Kontext besser verstehen und mehr Aufgaben in den jeweiligen Apps ausführen können.
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KI-Siri wird systemweit integriert
Die komplett neue KI-Siri, die dann im Herbst auf die iPhones kommen wird, soll aber weit darüber hinaus gehen und im Wesentlichen an bereits bekannte KI-Chatbots wie Google Gemini oder ChatGPT erinnern. Der große Unterschied liegt aber in der Integration in das Betriebssystem.
Siri wird ein gänzlich neues Design sowie eine neueHandhabung erhalten. Das Sprachassistenzsystem soll sich aber immer noch mit "Hey Siri" oder dem Power-Button aufwecken lassen. Dass Siri auf einer Google-Technologie basiert, werden iPhone-Nutzerinnen und -Nutzer nicht bemerken.
Aus einer mittlerweile gelöschten Werbung von Apple geht hervor, was sich der iPhone-Hersteller ursprünglich im Jahr 2024 unter einer erneuerten KI-Siri vorgestellt hat. An diesen Vorstellungen dürfte sich nicht allzu viel geändert haben.
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Komplexe Aufgaben und proaktiv
Die neue Siri soll direkt in iOS verbaut werden. Durch die systemweite Integration wird sie in der Lage sein, komplexe mehrstufige Aufgaben innerhalb von Apps und über mehrere Apps hinweg auszuführen. Sie soll beispielsweise einen Text zusammenfassen können und ihn gleich als Mail an einen bestimmten Kontakt versenden.
Außerdem sollen künftig Konversationen mit Kontext möglich sein, etwa mit Folge- und Rückfragen. Die Online-Suche soll Siri übernehmen und entsprechende Zusammenfassungen generieren. Das Analysieren von hochgeladenen Dateien, Bildern oder das Interpretieren von Bildschirminhalten wird damit ebenso realisiert.
Weil die neue Siri direkt im Betriebssystem integriert ist, wird sie auch Einstellungen am Gerät vornehmen können. Es soll auch möglich sein, dass Siri proaktiv passende Einstellungen vorschlägt. Sie wird voraussichtlich grundsätzlich von sich aus aktiv werden können.
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Offene Fragen
Eine ungeklärte Frage dreht sich um die Rechenleistung und in weiterer Folge um den Datenschutz. Apple verfolgt angeblich einen mehrstufigen Ansatz. Demnach sollen - soweit möglich - die wenig rechenintensiven Aufgaben, direkt auf den iPhones berechnet werden, ohne dass Daten irgendwo hingeschickt werden müssen.
Wenn mehr Rechenleistung benötigt wird, soll auf Apple-Servern gerechnet werden. Dafür soll das sogenannte "Private Cloud Compute" zur Anwendung kommen. Apple nutzt dabei seine eigenen Prozessoren und ein Verfahren, bei dem Datenschutz und Privatsphäre gewahrt bleiben sollen.
Bei einer noch höheren Rechenlast könnte Apple aber auch auf die Infrastruktur von Google angewiesen sein. Wie dabei den Themen Datenschutz und Privatsphäre begegnet wird, ist noch unklar.
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Wird Siri kostenpflichtig?
Ebenso drängt sich die Frage auf, ob die neue KI-Siri denn vollständig kostenlos sein wird. Es gibt Spekulationen darüber, dass Apple möglicherweise eine kostenlose Basisvariante zur Verfügung stellt. Wer aus dem Vollen schöpfen möchte, wird demnach auf eine kostenpflichtige Pro-Variante angewiesen sein.
Ob Apple seine iPhone-Nutzerinnen und -Nutzer für das überarbeitete Sprachassistenzsystem zur Kasse bitten will, ist noch unklar. Die Pro-Varianten bei der Konkurrenz kosten in der Regel rund 20 Dollar pro Monat. Damit Apple-User ein solches Abo abschließen, muss die neue KI-Siri dieses Mal auch tatsächlich halten, was sie verspricht.