Asus-Chef: "Apples MacBook Neo ist ein Schock für die PC-Branche"
Die Hersteller von Windows-Laptops mussten sich in der Vergangenheit relativ wenig Gedanken über die Konkurrenz durch Apple machen. Die Apple-Laptops haben nicht nur ein anderes Betriebssystem, mit den hohen Preisen bedienten die MacBooks bislang nur das Premium-Segment.
Als Apple aber vergangene Woche das günstigere MacBook Neo präsentierte, änderte sich die PC-Landschaft schlagartig. Mit einem Preis ab 699 Euro fischt Apple nun erstmals im Teich der günstigeren Windows-Laptops, was die gesamte Branche aufschreckt.
"Schock für die Branche"
"Bisher war die Preisgestaltung von Apple immer im Premium-Segment angesiedelt. Dass sie nun ein ausgesprochen preiswertes Produkt veröffentlichen, ist offensichtlich ein Schock für die gesamte Branche", sagte der Co-CEO von Asus S.Y. Hsu bei der Bekanntgabe der Geschäftsergebnisse.
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Asus Co-CEO S.Y. Hsu
© Asus
MacBook Neo sei wenig attraktiv
Es gebe seit mehreren Monaten im gesamten PC-Ökosystem zahlreiche Diskussionen, wie man auf das günstigere MacBook reagieren und konkurrieren solle, sagte Hsu. Seit die ersten Gerüchte zum Apple-Einsteigermodell aufkamen, sei die PC-Industrie in Aufruhr, wie PC Mag berichtet.
Der Asus-Chef argumentiert, dass die Ausstattung des MacBook Neo möglicherweise wenig attraktiv sei. Die Limitierung auf 8 GB Arbeitsspeicher könnte Kunden abschrecken, meint Hsu. Darüber hinaus lasse sich der RAM nicht erweitern, so Hsu.
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Zu wenig Rechenleistung?
Außerdem bezeichnete der Asus-Co-CEO das MacBook Neo als ein Gerät, das primär dazu da sei, Inhalte zu konsumieren - ähnlich wie ein iPad. Das Neo ziele auf ein völlig anderes Anwendungsszenario ab als die gängigen Notebooks, die deutlich mehr Rechenleistung hätten.
Erste Testberichte kommen allerdings zu einem anderen Ergebnis. Demnach sei die Leistungsfähigkeit des MacBook Neo überraschend hoch. Auch die 8 GB Arbeitsspeicher würden für die allermeisten Anwendungen völlig ausreichen, heißt es in den Reviews.
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Apple MacBook Neo
© Apple
Windows vs. macOS
Wie sich der günstige Apple-Laptop auf die PC-Branche schlussendlich auswirkt, werde sich erst nach einiger Zeit zeigen, so der Asus-Chef. Er glaubt, dass das MacBook Neo auf Windows-Nutzer keine Anziehungskraft habe, weil es eben auf einem anderen Betriebssystem aufbaut.
Ob das MacBook Neo das Zeug hat, Windows-User tatsächlich zum Umstieg auf macOS zu bewegen, wird sich weisen. Der Preis ab 699 Euro ist zumindest ein gutes Argument, um zumindest einen Blick auf das Apple-Betriebssystem zu riskieren.