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Wie iOS, iPadOS und macOS uns produktiver machen sollen

Ein bisschen Enttäuschung verspürte man doch, nachdem Tim Cook die Apple Keynote der Entwicklerkonferenz WWDC 2021 ohne eine neue Hardwarepräsentation beendete. 105 Minuten lang wurden iOS 15, iPadOS 15 und macOS Monterey vorgestellt. Versteckt in einer hektischen und etwas unstrukturiert wirkenden Präsentation wurden aber einige neue Features, die das Apple-Ökosystem auf ein neues Level heben könnten. 

Eines der wichtigsten neuen Features ist Sharepoint. Die Funktion erlaubt es nach dem Update auf alle 3 neuen Versionen Inhalte wie Musik, Videos oder gleich den ganzen Bildschirm mit anderen Personen zu teilen.

So kann man gemeinsam Playlists hören, Filme schauen oder anderen bei bestimmten Einstellungen unter die Arme greifen. Apple hat sich auch entschlossen, sich ein Stück aus der Exklusivität hinauszubewegen und Facetime auch auf Android-Geräte zu bringen. Dieser Schritt wäre im vergangenen Jahr bereits sinnvoll gewesen, könnte aber auch jetzt noch eine wirkliche Alternative zu anderer Videochat-Software sein.

Bessere Konzentration, weniger Benachrichtigungen

Überarbeitet werden auch die überbordenden Benachrichtigungen auf Apple-Geräten. Künftig soll man nicht mehr wahllos von jeder App mit Nachrichten bombardiert werden. Vielmehr sollen sich die Benachrichtigungen stärker danach richten, was man gerade macht und wo man sich befindet. Wenn man am Wochenende Ruhe von der Arbeit haben will, kann man Benachrichtigungen von Kollegen oder Büro-Apps etwa gezielt deaktivieren.

Außerdem können die Benachrichtigungen gruppiert werden. Schaut man einen Tag nicht aufs Smartphone, wird der Blick aufs volle Display nicht überwältigend. Wer möchte, kann sich auch gezielt zu einer bestimmten Tageszeit die wichtigsten Benachrichtigungen anzeigen lassen.

Schneller Wechsel zwischen Geräten

Statt neuer Macbooks konzentrierte sich Apple bei der Präsentation ganz auf das neue Betriebssystem macOS. Das trägt den Namen Monterey und soll noch enger mit der Software von iPhone und iPad verschmelzen. Das Wechseln zwischen Geräten wird deutlich einfacher.

Besitzt man einen Mac und ein iPad, kann man künftig mit der Maus direkt auf den iPad-Bildschirm wechseln sowie die Tastatur des Macs ohne mühsames Verbinden am iPad nutzen. Dafür stellt man die Geräte einfach nebeneinander - ohne Kabel und ohne umständliches Koppeln. Das sah zumindest in der Präsentation beeindruckend einfach aus.

Überhaupt soll das Arbeiten mit Apples Tablet noch produktiver werden. So lässt sich der Bildschirm künftig leichter unterteilen und mit diversen App-Fenster überlagern – Windows lässt grüßen. Zudem wurden die Widgets für das iPad-Format angepasst und um die App Library erweitert, die Apps wie auf dem iPhone automatisch gruppiert.

Gesundheit und Datenschutz

Ein Update erhalten auch die Gesundheitsfeatures von iOS 15. Es misst Bewegungen beim Gehen genauer, etwa die Balance. Das soll Nutzer*innen vor dem Hinfallen schützen. Alle gesammelten Daten über die Gesundheit und Bewegung können mit Ärzt*innen geteilt werden - und mit anderen Personen wie Familienmitgliedern. Dieses Feature ist vor allem für ältere oder kranke Personen interessant, die möglicherweise nicht technikaffin sind. Apple unterstreicht, dabei stark auf den Datenschutz zu achten. Man habe selbst in der Hand, was geteilt werde und was nicht. 

Apropos Datenschutz: Hier gab es immer wieder Verbesserungen und nun können Nutzer*innen sämtliche Details darüber einsehen, welche Daten Apps sammeln und was sie an Dritte weitergeben. Der persönliche Privacy Report kann bequem am iPhone abgerufen werden. Auch Siri wird nun sicherer, da die eigene Stimme bei Sprachkommandos auf dem Gerät verarbeitet wird - das verhindert, dass Fremde zuhören können. 

Alle Neuigkeiten der Apple Keynote könnt ihr in unserem Ticker nachlesen.

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Franziska Bechtold

frau_grete

Liebt virtuelle Spielewelten, Gadgets, Wissenschaft und den Weltraum. Solange sie nicht selbst ins Weltall kann, flüchtet sie eben in Science Fiction.

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Martin Jan Stepanek

martinjan

Technologieverliebt. Wissenschaftsverliebt. Alte-Musik-Sänger im Vienna Vocal Consort. Mag gute Serien. Und Wien.

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