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Corona: Ärzte warnen vor Kontaktlinsen

Die Vereinigung der US-Augenärzte hat einen Ratgeber zur aktuell grassierenden Corona-Pandemie herausgegeben. Darin geht es etwa um die Reduktion von Arzt-Patienten-Kontakt sowie darum, dass man einen Vorrat an notwendigen Medikamenten zuhause hat. Es findet sich aber auch ein anderer bemerkenswerter Punkt darin: So raten die Ärzte Kontaktlinsenträgern dazu, vorübergehend Brille zu tragen. 

Was im ersten Moment etwas ungewöhnlich klingt, ist aber durchaus logisch. So sind Kontaktlinsen ein Fremdkörper im Auge, der im schlimmsten Fall für Irritationen wie Jucken sorgen kann. Das führt dazu, dass man sich ins Gesicht fassen und etwa die Augen reiben will. 

Nicht ins Gesicht fassen

Genau das sollte man aber so gut es geht unterlassen, besonders dann, wenn man keine frisch gewaschenen Hände hat und sich in der Öffentlichkeit aufhält. Viren, die man durch Anfassen von Aufzugknöpfen oder Haltegriffen in Öffis auf die Finger bekommen hat, könnten einen durch den Griff ins Gesicht anstecken. “Kontaktlinsenträger berühren ihre Augen mehr als die durchschnittliche Person”, schreibt die American Academy of Ophthalmology in ihrem Ratgeber.

Brillen als Schutz

Die Brillen, die man anstelle der Kontaktlinsen tragen soll, bieten außerdem einen zusätzlichen Schutz für den Träger. So wäre es theoretisch möglich, dass man die Viren über kleine Tröpfchen in die Augen bekommt und sich so ansteckt. Wenn man eine kranke Person pflegt, wird zu speziellen Schutzbrillen geraten.

Bindehautentzündung

Die Vereinigung weist außerdem darauf hin, dass das Coronavirus in seltenen Fällen auch zu einer akuten Bindehautentzündung führen kann. 1 bis 3 Prozent der Infizierten entwickeln dieses Symptom, wie es heißt. Das Virus könnte sich in diesem Fall auch über Tränenflüssigkeit eines infizierten Auges weiterverbreiten.

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