Science

“Pullover” für Häuser soll Heizkosten sparen

Die hohen Heizkosten werden zum Glück erst im Herbst wieder ein Problem. Forscher entwickeln indessen bereits innovative Möglichkeiten, wie Häuser im Winter die Wärme besser im Inneren halten können. Ein Team von der University of Massachusetts Amherst überraschte kürzlich mit einer ungewöhnlichen Lösung: Die Forscher wollen Häusern einen „Pullover“ in Form einer thermischen Hülle überziehen.

„Wenn einem kalt ist, zieht man einen Pullover an“, erklärte die beteiligte Materialforscherin Carolina Aragón in einer Aussendung. „Also haben wir uns gedacht: Warum sollte man das nicht auch bei Häusern machen?“

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Abnehmbare Teile erzeugen Wärme 

Im Kern sieht die Idee das Anbringen von abnehmbaren Paneelen vor, die die Innentemperatur um durchschnittlich 4,8 Grad Celsius anheben sollen. Der erste Entwurf sah aus wie eine Patchworkdecke, später entschieden sich die Forscher jedoch für Platten, die sich einfach installieren lassen. Die Platten könnten auf verschiedenen Baumaterialien angebracht werden.

Die Paneele haben eine Beschichtung aus einem leitfähigen Farbstoffmaterial namens PEDOT-K1. Trifft darauf Sonnenlicht, absorbiert das Material dieses und wandelt es in Wärme um. Dadurch erhöht sich die Raumtemperatur.

23 Prozent geringerer Heizenergiebedarf

Ein Labortest der Forscher zeigte, dass die Platten den Heizenergieverbrauch von Einfamilienhäusern um 15 Prozent senken könnten; bei Mehrparteienhäusern wären es sogar bis zu 23 Prozent.

Die Forscher wollen ihre Platten nun in die Massenproduktion bringen und das Material in Form von Rollen in Baumärkten anbieten. Man könnte die Paneele dann selbst auf Kantholzrahmen spannen und am Haus anbringen.

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„Da das Herzstück dieser Technologie ein Farbstoff ist, können wir damit Paneele herstellen, die ästhetisch ansprechend sind und sich harmonisch in die spezifische Kultur und Ästhetik einer Region einfügen“, sagt Aragón. „Es ist wichtig, neben den wissenschaftlichen Aspekten auch den architektonischen und ästhetischen Aspekt zu berücksichtigen.“

Ob Architekten mit dem „Pullover“ für Häuser aber tatsächlich eine Freude haben, ist fraglich. Aus ästhetischen Überlegungen wird Dämmung in der Regel eher hinter einer Fassade versteckt.

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