GoPro

© APA/AFP/JOSH EDELSON

B2B
12/11/2018

GoPro verlagert Kamera-Produktion weg aus China

Aus Sorge vor den Auswirkungen von Strafzöllen will der US-Kamerahersteller GoPro seine Produkte nicht mehr in China herstellen.

Betreffen soll es Produkte, die für den US-Markt bestimmt sind. Das gegenwärtige „geopolitische Geschäftsumfeld verlangt Beweglichkeit“, erklärte GoPro am Montag zur Begründung. Das Unternehmen widme sich damit „proaktiv“ den Sorgen über Zölle und verlagere die Produktion von Kameras für den Export in die USA zu großen Teilen aus der Volksrepublik, teilte das Unternehmen mit. Wohin genau ließ GoPro zunächst aber offen. Der Standortwechsel soll demnach Mitte des nächsten Jahres erfolgen.

Handelskonflikt

Die USA und China hatten sich in den vergangenen Monaten wechselseitigen mit Strafzöllen und der Drohung weiterer Aufschläge überzogen. Zuletzt war in dem Handelskonflikt zwar ein 90-tägiger Waffenstillstand vereinbart worden, allerdings gibt es nach wie vor die Befürchtung einer erneuten Eskalation.

GoPro befürchtet, dass die Zölle das Unternehmen im hart umkämpften Kameramarkt zu höheren Preisen zwingen könnten. Der Hersteller baut vor allem kleine robuste Kameras, die zum Beispiel an Helme montiert werden können. So können etwa Sportler waghalsige Aktionen filmen, ohne eine Kamera in den Händen halten zu müssen.

Lange war GoPro ein Synonym für solche Kameras. Doch die Konkurrenz hat mittlerweile aufgeholt; Anfang des Jahre hatte GoPro nach schlechten Geschäftszahlen zum wiederholten Male Stellenstreichungen angekündigt.