© REUTERS / Mike Blake

B2B
09/14/2020

Nvidia macht Übernahme von ARM offiziell

Der 40 Milliarden Dollar schwerer Deal benötigt noch die Zustimmung von Wettbewerbshütern.

Der Chip-Designer ARM, ein Schlüssel-Unternehmen für die Smartphone-Branche, soll künftig dem Grafikkarten-Spezialisten Nvidia gehören. Der bisherige Eigentümer, der japanische Technologie-Konzern Softbank, trennt sich von der britischen Firma in einem rund 40 Milliarden Dollar (33,74 Mrd. Euro) schweren Deal.

Nvidia betonte in der Nacht auf Montag, das Hauptquartier von ARM solle in Großbritannien bleiben und um Forschung für Robotik, autonomes Fahren und das Gesundheitswesen ausgebaut werden. Der Deal benötigt die Zustimmung der Wettbewerbshüter in den USA, der Europäischen Union, China und Großbritannien. Die Unternehmen rechnen dafür einen Zeitraum von 18 Monaten ein.

Von ARM stammt die Grund-Architektur der Chips, die in praktisch allen Smartphones und den weitaus meisten Tablet-Computern verwendet werden. Auf Basis der ARM-Designs entwickeln unter anderem Apple und Samsung die Prozessoren für ihre Smartphones. Auch der Chipkonzern Qualcomm, dessen Prozessoren in vielen Android-Telefonen stecken, greift darauf zurück.

Abschied von der Börse

Softbank hatte ARM vor vier Jahren für rund 32 Milliarden Dollar gekauft und von der Börse genommen. Jetzt bekommt der japanische Konzern Nvidia-Aktien im Wert von 21,5 Milliarden Dollar sowie 12 Milliarden Dollar in bar. Später kann Softbank noch weitere fünf Milliarden Dollar in bar oder Aktien bekommen, wenn bestimmte Ergebnisziele erreicht werden. Außerdem gibt Nvidia noch Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Dollar an die ARM-Belegschaft aus.

Nvidia wurde mit Grafikkarten für PCs groß - vor einigen Jahren stellte sich jedoch heraus, dass die Technologie der Firma sehr gut für maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz eingesetzt werden kann. Das brachte dem Nvidia-Geschäft einen neuen Schub. Die Firma entwickelt inzwischen auch Computer für Fahrassistenz-Systeme im Auto und autonomes Fahren.

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